Warnung der Polizei
Bei Date Einbruch!
- Die vermeintliche Traumfrau gehörte vermutlich zu den Einbrechern, die während eines Dates die Wohnung des Opfers ausräumten.
- Foto: Symbolbild: mt/KI
Bonn (red). Die Suche nach der großen Liebe endete für einen Bonner mit einem bösen Erwachen. Was mit einem vielversprechenden Kontakt auf einer Dating-Plattform begann, führte schließlich zu einem Einbruch und dem Verlust wertvoller Gegenstände. Die Bonner Polizei warnt deshalb vor einer Masche, die Kriminelle offenbar gezielt einsetzen.
Nach bisherigen Erkenntnissen lernte das spätere Opfer über ein Online-Dating-Portal eine Frau kennen. Sie soll unter falschen Angaben zu Name und Alter aufgetreten sein. Auch ihr Profilbild wirkte nach Einschätzung der Ermittler nicht echt, sondern offenbar künstlich erzeugt.
Beim ersten Treffen empfing der Mann die neue Bekanntschaft in seinem Zuhause. Genau darin sehen die Ermittler den entscheidenden Schritt der Täter. Die Frau soll die Gelegenheit genutzt haben, um das Haus unauffällig auszuspähen und Informationen für einen späteren Zugriff zu sammeln.
Wenig später kam es zu einem weiteren Treffen. Gemeinsam verließ das Paar die Wohnung für einen Restaurantbesuch. Währenddessen nutzten Komplizen die Abwesenheit des Mannes. Sie drangen in das Haus ein und durchsuchten die Räume gezielt nach Wertgegenständen.
Die Beute war umfangreich. Nach Angaben der Polizei verschwanden Schmuck, Münzen und Edelmetalle. Für den Geschädigten blieb nicht nur der materielle Schaden, sondern auch die Erkenntnis, dass die vermeintliche Romanze von Anfang an Teil eines kriminellen Plans gewesen sein dürfte.
Täter interessieren sich für persönliche Informationen
Die Polizei weist darauf hin, dass neue Internet-Bekanntschaften misstrauisch machen sollten, wenn sie sehr schnell Treffen in der Wohnung vorschlagen oder ungewöhnlich detaillierte Fragen stellen. Dazu gehören etwa Nachfragen zu Arbeitszeiten, Urlaubsplänen, finanziellen Verhältnissen oder Sicherungseinrichtungen am Haus.
Ebenso raten die Ermittler dazu, flüchtigen Bekanntschaften nicht sofort alle Räume zu zeigen und keine Einblicke in Aufbewahrungsorte von Wertgegenständen zu gewähren. Wer neue Kontakte zunächst an öffentlichen Orten trifft, reduziert das Risiko, ungewollt Informationen über die eigene Wohnsituation preiszugeben.
Vorsicht bei Profilbildern und persönlichen Daten
Besondere Aufmerksamkeit sollte nach Angaben der Polizei auch den Profilen im Internet gelten. Bilder können gestohlen oder künstlich erzeugt sein. Zudem raten die Beamten, sparsam mit persönlichen Daten umzugehen. Namen, Adressen, Fotos und Videos sollten nicht leichtfertig weitergegeben werden.
Der aktuelle Fall zeigt, wie professionell Täter inzwischen vorgehen. Statt Türen aufzubrechen oder Häuser zufällig auszuwählen, gewinnen sie zunächst das Vertrauen ihrer Opfer. Erst danach folgt der eigentliche Zugriff. Genau deshalb appelliert die Bonner Polizei, bei neuen Bekanntschaften im Netz wachsam zu bleiben – auch wenn der erste Eindruck noch so sympathisch erscheint.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |