UKB
Ausgezeichnete Forschung

Ausgezeichnet für seine wegweisende Forschung: Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Bonn.    | Foto: Universitätsklinikum Bonn (UKB)
  • Ausgezeichnet für seine wegweisende Forschung: Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Bonn.
  • Foto: Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Bonn (red). Für seine wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Blutgerinnung ist Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Bonn (UKB), mit dem Emil-von-Behring-Preis 2025 geehrt worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) in Mannheim verliehen.

Der von CSL Behring gestiftete Preis wird alle zwei Jahre vergeben und erinnert an den Immunologen und Serologen Emil von Behring, der 1901 den ersten Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt. Mit seiner bahnbrechenden Serumtherapie gegen Diphtherie und Tetanus legte er den Grundstein für die moderne Immunmedizin. Im Rahmen der Preisverleihung hielt Prof. Oldenburg die Emil-von-Behring-Vorlesung zur Eröffnung des Kongresses und stellte aktuelle Forschungsergebnisse aus der modernen Gerinnungsmedizin vor.

Unter seiner Leitung zählt das Bonner Institut heute zu den international führenden Zentren für Hämophilie- und Vitamin-K-Forschung. Oldenburgs Arbeiten haben entscheidend zum Verständnis der genetischen und immunologischen Grundlagen von Gerinnungsstörungen beigetragen. Seine Forschung reicht von der Entdeckung des VKORC1-Proteins, das die Regeneration von Vitamin K ermöglicht, bis hin zur Entwicklung moderner Therapiekonzepte, darunter die Gentherapie bei Hämophilie A und B.

„Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die klinische Versorgung zu überführen“, betont Oldenburg. „Nur durch die enge Verzahnung von Forschung und Patientenversorgung können wir nachhaltige Fortschritte erzielen.“

Das Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin am UKB ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie von Gerinnungsstörungen Pionierarbeit leistet. Es versorgt Patientinnen und Patienten mit Blutgerinnungserkrankungen, unterstützt Kliniken in der Region mit Blutprodukten und ist international vernetzt.

Das Universitätsklinikum Bonn gehört zu den leistungsstärksten Kliniken Deutschlands. Mit rund 9.900 Beschäftigten ist es einer der größten Arbeitgeber der Region und versorgt jährlich mehr als eine halbe Million Patientinnen und Patienten. In der Focus-Klinikliste belegt das UKB Platz eins unter den nordrhein-westfälischen Universitätsklinika. Mit nahezu 100 Millionen Euro an Drittmitteln und intensiver Forschungsarbeit stärkt es die Rolle Bonns als Standort medizinischer Spitzenforschung.

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