75 Jahre Frauenchor Drabenderhöhe
Singen macht Spaß!
- Bürgermeister Ulrich Stücker gratulierte zum Chorjubiläum.
- Foto: © Frauenchor
Drabenderhöhe. Mit einem stimmungsvollen Fest der Musik feierten die Drabenderhöher Sängerinnen das 75jährige Bestehen ihres Chores.
Früh strömten die ersten Zuhörer ins festlich geschmückte evangelische Gemeindehaus, so dass der Saal bereits zum ersten Auftritt der Gastgeberinnen gut gefüllt war.
Zur Einstimmung in einen bunten Reigen des Chorgesangs erhielten die Zuhörerinnen durch den Frauenchor mit dem Lied „Mädel, putz dich“ einige praktische Tipps, wie sich ein „Gimpel“ einfangen, sprich ein Mann angeln lässt.
Dieses Stück hatten die Gründerinnen des Chors 1951 für ihren ersten Auftritt einstudiert, erklärte die erste Vorsitzende Roswitha Hackbarth bei ihrer Begrüßung der Gäse, darunter Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker sowie Pfarrer Gernot Ratajek-Greier. Der Bürgermeister ging n seinem Grußwort darauf ein, dass im Frauenchor Drabenderhöhe nicht nur gemeinsam gesungen, sondern auch das menschliche Miteinander gepflegt werde. Das sei in der heutigen Zeit wichtiger denn je.
Alle weiteren Glückwünsche wurden in Form von Gesang überbracht. Zur großen Freude der Gastgeberinnen hatten sich zwölf Chöre eingefunden, um ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm zu gestalten. Sie nahmen das Publikum mit auf einen kurzweiligen Streifzug durch die Vielfalt der Chormusik, sei es nur für Frauen, nur für Männer, für gemischte Ensembles oder für Kinder.
Kinder waren es denn auch, die gleich zu Beginn des Chorfestes für heitere Stimmung sorgten. Die Drabenderhöher Spatzen, wie der Frauenchor unter der Leitung von Regine Melzer, sind seit einigen Jahrzehnten fester Bestandteil der örtlichen Chorszene. Zu dieser Szene zählen darüber hinaus der Honteruschor, ebenfalls von Regine Melzer dirigiert, und der Kirchenchor. Beide Chöre demonstrierten, wie breit gefächert die musikalische Palette des Ortes ist.
Grundsätzlich hat Chorgesang in Drabenderhöhe einen hohen Stellenwert. Wer könnte das besser zum Ausdruck bringen als der MGV Drabenderhöhe mit seiner mehr als 150-jährigen Geschichte. Tradition bewahren und neue Wege gehen – das praktizieren Sänger und Sängerinnen aus MGV und Frauenchor seit einem Jahr in einem gemeinsamen Projektchor. Die Freude am Singen im gemischten Chor ist unüberhörbar, der Applaus war es ebenfalls.
Doch was wäre ein Fest der Musik ohne auswärtige Gäste? Die Chöre der Region kennen, schätzen und besuchen einander. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Jubiläumstags in Drabenderhöhe hatten die Männerchöre, angereist aus Seelscheid, Homburg-Winterborn, Marienberghausen und Bielstein sowie der Kirchenchor aus Linde. Großen Anklang fanden auch der Frauenchor Oberbantenberg, die Klangschmiede aus Nümbrecht, noch relativ neu unter den gemischten oberbergischen Ensembles, sowie der gemeinsame Auftritt des Frauenchors Strombach und der Ösinghauser Männer.
Zuletzt hieß es nach fast sechsstündigem Programm zum zweiten Mal „Bühne frei“ für den Frauenchor Drabenderhöhe. Die Sängerinnen traten vor immer noch begeisterungsfähigen Zuhörerinnen und Zuhörern auf. Mit einem mitreißenden Auftritt klang der Tag schwungvoll aus.
Singen macht Spaß, tut gut, macht froh, so der Text eines Kanons, den alle Mitwirkenden des Festes der Musik mit Leben füllten.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.