Städtische Gesamtschule
Abiturfeier 2026 im Rhein Sieg Forum
- Der Abitururjahrgang 2026 der Städtischen Gesamtschule am Michaelsberg.
- Foto: Städtische Gesamtschule am Michaelsberg
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Siegburg. Der fünfte Abiturjahrgang der Städtischen Gesamtschule am Michaelsberg (GSM) feierte im festlichen Rahmen im Rhein Sieg Forum sein bestandenes Abitur. Insgesamt 38 Schülerinnen und Schüler haben ihr Abitur, weitere neun haben während der Qualifikationsphasen in der Q1 und Q2 den schulischen Teil ihres Fachabiturs bestanden. Mit der herausragenden Durchschnittsnote 1,1 schloss Lara Weinberg als Jahrgangsbeste das Abitur ab.
Zum bestandenen Abitur gratulierte zu Beginn der Feierlichkeiten die stellvertretende Bürgermeisterin der Kreisstadt Siegburg Dr. Susanne Haase-Mühlbauer. In ihrer Rede verglich sie den „13-jährigen Schulzeit-Marathon“ bis zum Abitur mit dem Lauf des Extremmarathonläufers Arda Saatçi, der im Mai 2026 die 600 Kilometer-Strecke vom Death Valley bis Los Angeles lief. Eigentlich sei es sein Ziel gewesen, diese Distanz in 96 Stunden zurückzulegen, um seiner Mutter zum Muttertag zu gratulieren. Das zeitliche Ziel habe er zwar knapp nicht erreicht, aber er kam überglücklich im Ziel an und lud seine Mutter einen Tag später zum Eis ein. Ein solcher Lauf sei nur mit Hilfe von Support möglich. Die anwesenden Erziehungsberechtigten und Lehrerinnen und Lehrer seien für die jungen Abiturientinnen und Abiturienten dieser Support gewesen. Haase-Mühlbauer gab den jungen Absolventen schmunzelnd mit auf den Weg, sie mögen ihre Eltern doch einmal auf ein Eis einladen. Mit dem zukunftszugewandten Blick bezog sie sich auf den Wendepunkt im Leben, der nun für die jungen Menschen beginne, da jetzt „das wirkliche individuelle Leben“ mit Entscheidungen wie Studien- und Berufswahl, der Frage nach einem freiwilligen sozialen Jahr oder einem Auslandsjahr, der Familiengründung usw. beginne. Sie wünschte den Absolventen für ihre Zukunft alles Gute.
Die Schülersprecherin der Schule, Hasna Madina Sayhoon, resümierte, dass die vergangenen 13 Jahre durch die Leitidee „Ich mache mein Abitur“ geprägt gewesen seien, die nun durch „Ich habe mein Abitur“ abgelöst worden sei. Schule sei Alltag, das Abitur und alles danach seien Träume gewesen, die sie haben wachsen lassen. Hasna gab ihren Mitschülern mit, diese Träume zu leben, Verantwortung zu tragen, aber sich die Freude am Leben nicht nehmen zu lassen. Am Ende ihrer Rede verwies sie dankbar darauf, dass man mit Blick auf andere Länder stets bedenken solle, welches Glück es sei, in die Schule gehen zu dürfen.
Schulleiter Jochen Schütz erklärte in seiner Ansprache, dass er stolz auf seinen Abiturjahrgang sei. Dieser habe wieder einmal bewiesen, dass vermeintliche Leistungsprognosen nach der Grundschule keine „self-fulfilling prophecies“ seien, denn ginge man danach, hätten nur 15 Absolventen ihr Abitur gemacht. In einer Rückschau auf ihre Schulzeit, die 2017 an der GSM begann, ließ er die Jugendlichen auf neue Mitschüler und Lehrer, neue Fächer, Projekttage, Klassenfahrten und Prüfungen bis hin zur heutigen Abiturfeier blicken. Er gratulierte den jungen Menschen zum „allumfassendsten Schulabschluss“, mit dem sie das Recht erworben hätten, „einfach alles in Angriff zu nehmen,“ was ihnen vorschwebe. Jetzt beginne der erste Tag von etwas Neuem, aber die Verpflichtung bleibe, demokratische Werte zu leben. Jochen Schütz bedankte sich bei den Erziehungsberechtigten und Lehrern für ihre Unterstützung, die sie den Jugendlichen geschenkt haben und wünschte den Abiturienten einen wunderbaren Sommer.
Nach der Abiturzeugnisvergabe fand der langgeplante Abiball in fröhlicher Stimmung statt.
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