Weiterer Hilfskonvoi im Dezember
Tour für Kinder im Kriegsgebiet

Harald Fischer (gelbe Jacke) und seine Fahrer an der polnisch-ukrainischen Grenze. Von dort aus koordiniert Jan Sören Frydendahl-Seest (orange Jacke) die Weiterleitung der Spenden ins ukrainische Krisengebiet.  | Foto: Menschenhilfsprojekt Sophie
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  • Harald Fischer (gelbe Jacke) und seine Fahrer an der polnisch-ukrainischen Grenze. Von dort aus koordiniert Jan Sören Frydendahl-Seest (orange Jacke) die Weiterleitung der Spenden ins ukrainische Krisengebiet.
  • Foto: Menschenhilfsprojekt Sophie

Der Winter wird hart, dunkel und kalt in der Ukraine: Die militärische Lage für die russischen Invasoren wird immer prekärer und der Aggressor weiß sich nur noch mit Luftangriffen auf zivile Ziele und kritische Infrastruktur zu helfen. Von Frechen-Habbelrath aus macht sich daher in diesem Jahr noch ein Hilfskonvoi in Richtung Kriegsgebiet auf. Sachspenden können am Samstag, 26. November bei Harald Fischer abgegeben werden.

Frechen-Habbelrath. „Die letzte Fahrt vor dem Winter heißt nicht die letzte Fahrt des Jahres“, erklärt Harald Fischer grinsend. Seit Anfang des Ukraine-Konflikts setzt sich der pensionierte Beamte aus Frechen-Habbelrath für die Menschen ein, die von dem russischen Angriffskrieg direkt betroffen sind.

Bereits acht Hilfstransporte mit dringend benötigten Gütern und Lebensmitteln organisierte und begleitete er. Eigentlich hatte er seiner Familie versprochen sein Engagement einzuschränken und es für dieses Jahr gut sein zu lassen. „Aber wenn man sieht, wie die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt. Wenn man sieht, dass wir durch unsere Spenden und unsere Arbeit Menschenleben retten und das entstandene Leid nur etwas lindern können, dann fällt es unheimlich schwer loszulassen“, erklärt der Habbelrather.

So ist es nicht verwunderlich, dass Fischer und seine Mitstreiter einen weiteren Hilfstransport am Donnerstag, 8. Dezember an die polnisch-ukrainische Grenze vorbereiten. Diesmal im Gepäck: Ganze zwei Tonnen Konserven der Firma Erasco und ein Spezialrollstuhl für Nazar, einen schwerstbehinderten Jungen.

Unter dem Titel „Weihnachtstransport“ möchte Fischers „Menschenhilfsprojekt Sophie“ diesmal einen besonderen Fokus auf die betroffenen Kinder in der Region legen. Fischer: „Wir stehen unter anderem mit Kinderheimen sowie Kinderkrankenhäusern in engem Kontakt.“ Den Kindern vor Ort soll mit selbsterklärendem Spielzeug (aufgrund der Sprachbarriere) und Süßigkeiten geholfen werden. Unterstützt wird Fischer dabei auch von der Markt Apotheke in Frechen-Königsdorf, die als Anlaufstation für die Kinder-Weihnachtspakete bereit steht. Apotheker Ferdinand Pöppinghaus steht dem Menschenhilfsprojekt seit Anfang an mit Rat und Tat zur Seite.

Überrascht war Fischer von der Spendenresonanz nach unserem letzten Beitrag zu seinen Hilfskonvois. Während viele Unternehmen aus Frechen und Umgebung nicht mehr auf seine Spendenanfragen reagieren würden, gäbe es immer noch Menschen, die sich für „die gute Sache“ einsetzen wollten.

„Ein Mann aus Kerpen-Horrem kam zu mir, spendete etwas und fragte ‚Was braucht ihr noch?‘. Ich erklärte, dass Verbandsmaterial immer dringend benötigt würde. Einen Tag später kam er wieder, im Kofferraum bestimmt 50 Erste-Hilfe-Kästen. Er hatte alle Schrottplätze in der Umgebung angefahren und die abgelaufenen Kästen aus den Autos geholt. Eine tolle Aktion!“, erzählt Fischer.

Benötigt werden weiterhin medizinisches Gerät, Medikamente, Insulin, haltbare Lebensmittel, Babynahrung, Hygieneartikel und für den Winter warme Kleidung für Kinder und Erwachsene, Schlafsäcke, Isomatten, Solarlampen und Kerzen.

Auch Geldspenden, zur Deckung der Transportkosten und zum Kauf von Medikamenten, sind willkommen. Weitere Informationen dazu gibt es telefonisch unter 01 71 - 3 64 91 58 und per E-Mail an h-fischer@t-online.de

Sachspenden können auch persönlich am Samstag, 26. November, ab 9.30 Uhr bei Harald Fischer in Frechen-Habbelrath abgegeben werden. Die genaue Adresse erfahren interessierte Spender unter den oben angegebenen Kontaktdaten.

Harald Fischer (gelbe Jacke) und seine Fahrer an der polnisch-ukrainischen Grenze. Von dort aus koordiniert Jan Sören Frydendahl-Seest (orange Jacke) die Weiterleitung der Spenden ins ukrainische Krisengebiet.  | Foto: Menschenhilfsprojekt Sophie
Sehnsüchtig warten der schwerstmehrfach behinderte Nazar und seine Familie auf den Dezember, denn auf der nächsten Tour des Menschenhilfsprojekts haben die Fahrer einen Spezialrollstuhl für Nazar im Gepäck.   | Foto: Menschenhilfsprojekt Sophie
Redakteur/in:

Lars Kindermann aus Rhein-Erft

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