Friesheimer Busch
Freude über jeden einzelnen Sonnenstrahl
- Großzügiges Sponsoring: Heiko Dreyer übergibt Tristan Gommans den ersten Preis der Tombola.
- Foto: Volkmann
Erftstadt. Ja, manchmal kann es tatsächlich auch zu viel sein mit der Sonne. Im Juni haben wir ganz schön geschwitzt. Einer hat sich aber auch ganz besonders gefreut. Denn seit er am Tag der offenen Tür im Friesheimer Busch den Hauptgewinn der Tombola abgeräumt hat, ist ihm jeder Sonnenstrahl willkommen. Tristan Gommans aus Erftstadt ist nun stolzer Besitzer eines eigenen Balkonkraftwerks. „Die Montage war kein Problem, das haben wir zu zweit an einem heißen Nachmittag gemacht“, strahlt er jetzt mit der Sonne um die Wette. Heiko Dreyer, Vorstandsmitglied im Umwelt- und Naturparkzentrum, hat diesen Preis gestiftet. Die beiden Männer sind sich einig: So eine private Solaranlage sollten möglichst viele Menschen besitzen. Die geringen Anschaffungskosten sind nicht nur in solchen heißen Sommern schnell amortisiert.
Jetzt stehen die Sommerferien vor der Tür. Auch im Friesheimer Busch gibt es dazu wieder die Angebote der dreitägigen Ferien-Werkstätten für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Dieses Jahr neu gestartet ist eine Holz-Werkstatt, in denen der Umgang mit diesem vielseitigen Werkstoff im Mittelpunkt steht. Die Kinder lernen nicht nur die Werkzeuge kennen, die man zur Bearbeitung braucht, sondern arbeiten direkt in der Natur, die ihren Werkstoff erzeugt. Direkt vor ihren Augen wächst das Material, das sie zu Figuren, Spielzeug oder Dekorationen unter kompetenter Betreuung bearbeiten. Eine neue Idee hat sich dabei schon bewährt: Die Kinder können sich jeweils begleiten lassen von Oma, Opa oder Pate: Das gemeinsame Werkeln schafft einen ganz besonderen Freizeitwert und stärkt natürlich auch die persönliche Verbindung.Inzwischen bewährt hat sich auch die Wollwerkstatt, die gleichzeitig mit der Holzwerkstatt in der letzten Ferienwoche (24. bis 26. August) stattfindet. Kann man sich auch manchmal für den Hochsommer nichts Wolliges vorstellen, so findet die Wollwerkstatt auch erfrischende Tätigkeiten. So haben die Kinder letztes Jahr auf dem Gelände des Umweltzentrums Pflanzen gesammelt, mit denen sie die selbstgesponnenen Faserstränge gefärbt haben. Mit nackten Füßen in der Spießbütt wird dann dafür gesorgt, dass die Wolle während des Färbevorgangs gut bewegt wird. Aber keine Sorge: Da die Wollfarbe erst hinterher fixiert wird, kommen die Kinder nicht als Gelbfüße nach Hause.
Was alles dann aus der Wolle hergestellt werden kann, das erproben die Kinder nach eigener Fantasie und Laune. Manchmal entstehen dann Figuren und Tiere für ein spontan geschriebenes Theaterstück, oder es werden kleine Gefäße oder Taschen gehäkelt und gefilzt. Je nach Wetter und Ideen gibt es also immer wieder Neues zu entdecken und zu lernen.
Da die beiden Werkstätten parallel stattfinden, können die Kinder unkompliziert in die jeweils andere Werkstatt hineinschnuppern und den anderen Werkstoff kennenlernen.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |