St. Katharinen-Hospital
Chefarzt operiert durchs Schlüsselloch
- Dr. Vitalij Golubev ist neuer Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie am St. Katharinen-Hospital.
- Foto: St. Katharinen-Hospital
- hochgeladen von Lars Kindermann
Die Abteilung Allgemein & Visceralchirurgie am Frechener St.-Katharinen-Hospital hat einen neuen Chefarzt. Dr. Vitalij Golubev, Facharzt für Visceralchirurgie, spezielle Visceralchirurgie und Proktologie, ersetzt Dr. Albert Uerlings, der zum Ende des Jahres 2025 in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Frechen (lk). Dr. Golubev war bereits von 2016 bis 2021 am St.-Katharinen-Hospital als Assistenzarzt tätig. Am Leverkusener Klinikum erwarb er seinen Facharzt. Er promovierte mit dem Schwerpunkt Single Incision Laparoscopic Surgery (SILS), ein minimalinvasives Operationsverfahren, bei dem nur ein kleiner Schnitt gemacht wird anstatt mehrerer Schnitte. Der Fokus lag hierbei auf Laparoskopischer Chirurgie im Bereich Dickdarm-Operationen. Später war er im Gemeinschaftskrankenhaus Sankt Elisabeth Bonn als stellvertretender Chefarzt der Sektion Hernien-Chirurgie tätig.
Sowohl bei der bildgebenden Diagnostik als auch bei medizin-technischem Equipment hat das St.-Katharinen-Hospital in den letzten Jahren aufgerüstet. „Gerade bei der minimalinvasiven Chirurgie, die wir einsetzen, wann immer es möglich ist, kommt den Patienten die gute Ausstattung mit leistungsstarken Gerätschaften zugute“, ist Dr. Golubev überzeugt.
„Das Da Vinci-System übersetzt die Handbewegungen des Chirurgen an der Konsole in Echtzeit“, nennt Dr. Golubev als Beispiel. Die integrierte Tremor-Filtertechnologie hilft dabei, jedes Instrument mit reibungsloser Präzision zu bewegen. Vier Arme können aufgrund spezieller Gelenke flexibel und präzise in sämtliche Richtungen gelangen und dabei das kleinste Zittern des Chirurgen ausgleichen. Ein weiteres Plus seien die stark vergrößerten 3D-Ansichten des Operationsbereichs. Feinste Strukturen wie Nerven und Gefäße werden in hochauflösender Bildqualität angezeigt.
„Die Minimalinvasiven Chirurgie (MIC) ist der besondere Schwerpunkt unserer Klinik“, so der passionierte Anwender der sogenannten „Schlüssellochoperationen“. Die Vorteile lägen klar auf der Hand: kleinere Wunden, Eindämmung der Infektionsgefahr, schnellere Genesung. Möglich seien die minimalinvasiven Eingriffe zum Beispiel bei der Entfernung der Gallenblase, des Blinddarmes, bei Leisten-, Schenkel-, Narben-, und Bauchwandbrüchen. Gut- und bösartige Dick- oder Dünndarmerkrankungen könnten je nach Stadium der Erkrankung ebenfalls minimal-invasiv operiert werden.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |
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