Zahnarztpraxis ist manchmal die beste Lösung
Wenn einer schnarcht, schlafen zwei schlecht

Wenn der schnarchende Partner ständig die Nachtruhe stört, baut sich häufig ein Groll auf – und belastet unter Umständen die ganze Beziehung. Foto: DJD/orthos.de
  • Wenn der schnarchende Partner ständig die Nachtruhe stört, baut sich häufig ein Groll auf – und belastet unter Umständen die ganze Beziehung. Foto: DJD/orthos.de
  • hochgeladen von Angelika Koenig

(djd). Erst ein leises Röcheln, dann ein ohrenbetäubendes Sägen – und während der eine einfach weiterschläft, kämpft der andere um jede Stunde Schlaf. Schätzungsweise jeder zweite Mann und jede vierte Frau schnarchen. Was viele als harmlose Marotte abtun, kann auf Dauer Folgen haben: für die Schlafqualität auf beiden Seiten, die Gesundheit und nicht zuletzt für die Partnerschaft. Denn wenn einer schnarcht, schlafen oft zwei schlecht, und das führt schnell zu Spannungen.
Ursache liegt in Mund und Rachen
Meist liegt die Ursache des Schnarchens nicht in der Nase, sondern im Mund- und Rachenraum. Wie Dr. Karl Haushofer, Spezialist für zahnärztliche Schlafmedizin in München, erläutert, sinken Unterkiefer und Zunge im Schlaf häufig nach hinten. Das verengt die Atemwege, der Atemfluss wird erschwert und das Gewebe beginnt geräuschvoll zu vibrieren. Genau hier setzen zahnmedizinische Anti-Schnarchschienen an: Sie halten den Unterkiefer sanft in einer leicht vorgeschobenen Position, sodass der Rachenraum offenbleibt und der Atem frei fließen kann – ohne Schnarchgeräusche.
Zahnarzt prüft die Möglichkeiten
Ob eine solche Therapie infrage kommt, klärt der behandelnde Zahnarzt. Er prüft die Zahnsituation, nimmt einen Abdruck oder digitalen Scan von Ober- und Unterkiefer und lässt eine maßgefertigte Anti-Schnarchschiene im Kieferorthopädischen Fachlabor anfertigen. Die LunaSol Schnarchschiene ist ein Beispiel für solche Schienen. Sie wird individuell angepasst und aus leichtem, flexiblem Material im Fachlabor in Frankfurt am Main hergestellt. Vom ersten Einsetzen an kann sie Schnarchgeräusche reduzieren. Informationen zu dieser Therapieform sowie Zahnarztpraxen deutschlandweit, die diese Behandlung durchführen, finden Interessierte unter www.lunasol-orthos.de.
Was man zusätzlich tun kann
Andere Ansätze, um das Schnarchen zu verringern, sind: Gewichtsabnahme bei Übergewicht, möglichst wenig Alkohol am Abend oder Schlafen in Seitenlage. Hält das Schnarchen an oder kommen sogar Atemaussetzer (Schlafapnoe) hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Bei diagnostizierter Schlafapnoe kann die Unterkiefer-Rückfall-Verhinderungsschiene eine Therapieoption sein. Etwa dann, wenn Patienten mit der gängigen Überdruck-Maske (CPAP-Maske) nicht zurechtkommen. Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen, hängt von der Diagnose und den medizinischen Voraussetzungen ab.

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RAG - Redaktion

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