So gelingt der Heizungstausch
Pellets statt Öl oder Gas?

Die alte Öl- oder Gasheizung gegen ein modernes System auf Basis klimaschonender Brennstoffe wie Holzpellets austauschen? Von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme der Heizung sollte mit mehreren Monaten gerechnet werden. Foto: D.Beckermeier/AdobeStock/DEPI
  • Die alte Öl- oder Gasheizung gegen ein modernes System auf Basis klimaschonender Brennstoffe wie Holzpellets austauschen? Von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme der Heizung sollte mit mehreren Monaten gerechnet werden. Foto: D.Beckermeier/AdobeStock/DEPI
  • hochgeladen von Angelika Koenig

(txn). Hausbesitzer, die ihre alte Öl- oder Gasheizung austauschen, treffen eine zukunftssichere Entscheidung. Viele entschließen sich zum Beispiel mit Holzpellets zu heizen. Der nachwachsende, heimische Brennstoff wird in Deutschland als Nebenprodukt der Holzwirtschaft hergestellt. Doch wie läuft der Wechsel zur modernen Pelletheizung ab?
Der Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem sollte gründlich und mit ausreichend Zeit geplant werden - allein schon wegen der begrenzten Verfügbarkeit von Handwerkern. Denn der wichtigste Partner ist der Fachbetrieb vor Ort. Er übernimmt die konkrete Planung, erstellt das Angebot und installiert die neue Heizung. Martin Bentele vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) erklärt: „Ein Heizungstausch sollte frühzeitig angestoßen werden. Wer einen erfahrenen Heizungsbauer an seiner Seite hat, kann direkt in die Planung einsteigen und anschließend zügig den Förderantrag stellen.“
Unterstützend empfiehlt es sich, einen Energieberater hinzuzuziehen - insbesondere bei komplexeren Vorhaben. Er bewertet den energetischen Zustand des Hauses und der bestehenden Heizung. Bei größeren Projekten erstellt der Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der nicht nur die Heizung, sondern das gesamte Gebäude betrachtet. So lassen sich zusätzliche Fördermöglichkeiten erschließen. Wichtig: Heizungsbauer und Energieberater arbeiten idealerweise Hand in Hand. Beide leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projekts.
Der gesamte Prozess gliedert sich in klare Phasen: Nach der Bestandsaufnahme und der Planung wird die staatliche Förderung beantragt. Das geschieht inzwischen digital, die Zusage kommt oft am selben Tag. Das verbessert die Planung deutlich: Während Eigentümer früher lange auf die Förderzusage warten mussten und im Ungewissen blieben, bringt das neue Verfahren schnell Sicherheit. Und das ist wichtig, denn der Auftrag zum Austausch der alten Heizung kann erst erteilt werden, wenn die Förderzusage da ist. Nach dem positiven Bescheid bleibt für die Umsetzung ein Zeitraum von bis zu 36 Monaten. Die eigentliche Installation dauert in der Regel nur wenige Tage.
Wer den Prozess strukturiert angeht und die Reihenfolge der Schritte beachtet, vermeidet Verzögerungen und stellt sicher, dass das eigene Zuhause schon bald klimafreundlich mit Wärme versorgt wird.

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RAG - Redaktion

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