Eine Reha kann Linderung bringen
Hilfe bei chronischen Rückenschmerzen

Laut einer aktuellen Umfrage kann eine Rücken-Reha das Befinden von Betroffenen deutlich verbessern – oft auch langfristig. Foto: DJD/www.qualitaetskliniken.de/Studio Romantic - stock.adobe.com
  • Laut einer aktuellen Umfrage kann eine Rücken-Reha das Befinden von Betroffenen deutlich verbessern – oft auch langfristig. Foto: DJD/www.qualitaetskliniken.de/Studio Romantic - stock.adobe.com
  • hochgeladen von Angelika Koenig

(djd). Chronische Rückenschmerzen sind ein weitverbreitetes Gesundheitsproblem: Laut der Krankheitslast-Studie Burden 2020 leiden 15,5 Prozent der Erwachsenen darunter – also mehr als jeder siebte. Die ständigen Schmerzen können den Alltag stark einschränken. Langes Stehen oder Sitzen fällt schwer, Betroffene schränken ihre Bewegungen ein, weil sie Angst vor neuen Schmerzen haben. Oft kommen schlechter Schlaf und Erschöpfung dazu – und schließlich das Gefühl, dass der Rücken den gesamten Tageslauf bestimmt. 
Studie zeigt deutliche Verbesserungen durch Reha
Genau hier setzt eine orthopädische Reha an. Mit einer multimodalen Therapie aus Bewegung, Physiotherapie, physikalischen Therapien, Schulungen und psychologischen Elementen hat sie das Ziel, besser mit den Beschwerden zurechtzukommen und wieder mehr Belastbarkeit im Alltag zu gewinnen. Wie spürbar hilfreich so eine Reha sein kann, zeigt eine aktuelle bundesweite Auswertung. Dafür wurden mehr als 17.500 Patientinnen und Patienten in 123 ambulanten und stationären Rehakliniken befragt, darunter viele Menschen mit chronischen Rückenschmerzen. Sie beantworteten am Anfang und am Ende der Reha Fragen dazu, wie es ihnen körperlich und seelisch geht. Mit deutlichem Ergebnis: Das Befinden der Patientinnen und Patienten verbesserte sich während der Reha deutlich. Besonders profitierten Personen, die am Anfang stärker eingeschränkt waren.
Rehakliniken vorab vergleichen
Die Auswertung zeigt aber auch, dass die Ergebnisse nicht überall gleich sind. So bewerteten die Befragten mit chronischem Rückenschmerz das Ergebnis ihrer Behandlung in der Reha auf einer Skala von 0–100 durchschnittlich mit 70, wobei die schlechteste Bewertung bei 62 und die beste bei 96 lag. Es kann also sinnvoll sein, Kliniken vorher zu vergleichen. Denn Patientinnen und Patienten haben ein Wunsch- und Wahlrecht und können bei der Antragstellung eine Einrichtung vorschlagen. Hier lohnt sich etwa ein Blick auf „Das Rehaportal“: Unter www.dasrehaportal.de werden die Ergebnisse der Studie verständlich und klinikbezogen dargestellt. So können Betroffene sehen, welche Effekte die Reha bei anderen Menschen mit chronischen Rückenschmerzen in verschiedenen Kliniken hatte. Das hilft dabei, eine passende Rehaklinik auszuwählen und die eigene Entscheidung bei der Antragstellung gut zu begründen.

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RAG - Redaktion

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