Insider-Tipp „U-Wert“:
Bei Wärmedämmung kommt es auf die Details an

Maßgeblich für die Effizienz der Dämmung ist die Berücksichtigung des U-Werts, auch bekannt als Wärmedurchgangskoeffizient. Je niedriger er ausfällt, desto besser die Wärmedämmung. Welcher Dämmstoff passt, z. B. Glas- oder Steinwolle, kommt dann auf den konkreten Ort des Einbaus an. Foto: Adobe Stock_andyaziz6
  • Maßgeblich für die Effizienz der Dämmung ist die Berücksichtigung des U-Werts, auch bekannt als Wärmedurchgangskoeffizient. Je niedriger er ausfällt, desto besser die Wärmedämmung. Welcher Dämmstoff passt, z. B. Glas- oder Steinwolle, kommt dann auf den konkreten Ort des Einbaus an. Foto: Adobe Stock_andyaziz6
  • hochgeladen von Angelika Koenig

(txn). Rund 20 Prozent seiner Wärme verliert ein unsaniertes Haus allein über das Dach. Eine gute Dämmung kann diesen Verlust eingrenzen, wenn sie fachgerecht durchgeführt wird und den U-Wert (auch: Wärmedurchgangskoeffizient) berücksichtigt. Er richtet sich nach der Wärmeleitfähigkeit des Materials und der Dicke der Dämmschicht, und zeigt an, wie viel Wärme überhaupt durch ein Bauteil entweicht. Es gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser dämmt die Schicht.
Für das Dach greift zudem eine gesetzliche Pflicht: Nach dem Gebäudeenergiegesetz müssen Eigentümer die oberste Geschossdecke oder das Dach so dämmen, dass der U-Wert nicht über 0,24 W/(m²·K) liegt, falls diese bislang nicht ausreichend gedämmt sind (§ 47 GEG). Neue Eigentümer haben nach Kauf oder Erbschaft zwei Jahre Zeit für entsprechende Maßnahmen.
Welcher Dämmstoff letztlich passt, hängt dann wiederum vom Einbauort ab: Zwischen die Sparren kommen Faserdämmstoffe aus Glas- oder Steinwolle oder aus Naturfasern, auf die Sparren Holzfaser- oder druckfeste Hartschaumplatten.
Außerdem sollte man die vorhandenen Wärmebrücken auf dem Schirm haben, rät die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Wärmebrücken sind Stellen, an denen mehr Wärme nach außen fließt, etwa an einer angrenzenden Außenwand oder an einem Schornstein durch die Dachfläche. Im Winter verraten sie sich z. B. durch kalte Flächen, ein Ziehen in der Luft oder Kondenswasser.
Bleibt bei der Dämmung einer Dachschräge eine Fuge undicht, dringt an heißen Tagen dort die erhitzte Außenluft ein. Bei einer guten Dämmung wird darauf geachtet, Wärmebrücken zu vermeiden. Solche Schwachstellen können nur durch lückenlos verlegte Schichten und eine luftdichte Ebene innen vermieden werden.

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RAG - Redaktion

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