Maler-Azubis halten das Handwerk auf Wänden fest
Graffiti kann auch anders
- Beim Graffitiworkshop waren dabei: Klara Paula Fischer aus Overath, Ibrahim Said Karisa aus Rösrath, Lina Sophie Radt aus Rösrath, René Schneider aus Wiehl und Matea Tahirovic aus Engelskirchen. Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land / Felix Leng
- hochgeladen von Angelika Koenig
Rhein-Berg. Der Graffiti-Workshop im Rahmen der Malervision ist quasi schon eine Legende. Zusammen mit dem Graffiti-Künstler MRGraffiti, Mark Roberz aus Duisburg, dürfen jedes Jahr fünf Auszubildene im Maler- und Lackiererhandwerk im zweiten Lehrjahr ganz legal eine Wand mit Spraydosen bearbeiten. Heraus kommen dabei immer wahre Kunstwerke, die für Aufsehen sorgen. So griffen fünf junge Menschen zu Spraydosen und zauberten zum zweiten Mal in Folge auf einige Wände in der Tiefgarage unter dem Neubau der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land Handwerksberufe wie Bäcker, Tischler und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. An einer weiteren Wand ist eine Bergische Landschaft mit Reh und einem Fuchs – beide täuschend echt - entstanden.
Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, ist begeistert: „Das Ergebnis des Graffitiworkshops in diesem Jahr lässt sich wieder sehen und wir freuen uns als Kreishandwerkerschaft sehr, dass die Wände unserer neuen Tiefgarage weiter so einmalig verschönert werden – die nächsten drei Handwerksberufe bzw. Gewerke wurden wieder im Style der schon bei der letzten Malervision entstandenen Graffitis gestaltet: Auffallend, in kräftigen und knalligen Farben. Unsere Tiefgarage wird immer mehr zu einem Gesamtkunstwerk. Die Malervision ist ein tolles Projekt, dass einigen Auszubildenden die Möglichkeit gibt, auch mal ein wenig über den Tellerrand zu schauen und so außergewöhnliche Techniken wie z.B. Graffiti unter fachlicher Anleitung und mit jeder Menge Spaß auszuprobieren.“
Die Workshops, an denen die ausgewählten Azubis teilnehmen dürfen, sind nicht prüfungsrelevant. Vielmehr sollen sie zeigen, welche Möglichkeiten sich nach der Ausbildung in dem Beruf bieten. „In ihren Betrieben lernen sie andere wichtige Dinge und der künstlerische Bereich kommt aufgrund von mangelnder Zeit häufig zu kurz. Die Auszubildenen sollen Lust haben, nach ihrer Ausbildung in dem Beruf zu bleiben. Sie sind unsere Nachfolger und werden später unsere Betriebe übernehmen. Sie sind die Zukunft des Maler-Handwerks“, erklärt Willi Reitz, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Bergisches Land, das Konzept der Malervision.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |