Asiatische Hornisse
Gefahr für die heimische Biodiversität
- Die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse ist nicht mehr zu stoppen. Aber es ist wichtig, ihre Ausbreitung zu minimieren, um den Schaden an der heimischen Biodiversität einzudämmen, sagt Imkerin Jutta Kalff. Foto: Kalff
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Rösrath. Die Asiatische Hornisse Vespa velutina nigrithorax ist eine ursprünglich im asiatischen Raum beheimatete Hornissenart. 2004 wurde sie erstmals in Frankreich und 2014 in Deutschland nachgewiesen und breitet sich seitdem über ganz Europa aus. Die Vespa velutina nigrithorax stellt eine Bedrohung für die heimische Insektenwelt dar: Zur Versorgung ihrer Brut benötigt sie proteinreiche Nahrung, die sie durch die Jagd zahlreicher Insektenarten bewerkstelligt. Insbesondere Hautflügler wie Honig- oder Wildbienen stehen auf ihrer Jagdliste. Das einzelne Tier selbst ist nicht angriffslustig, sogar eher scheu. Wenn man sich den Nestern nähert oder diese erschüttert, erfolgt jedoch ein Angriff von zahlreichen Tieren. Das Gift der Velutina kann anaphylaktische Schocks und multiple Organversagen auslösen. Die Königinnen bauen im Frühjahr sogenannte Primärnester an geschützten Orten. Dies können Hecken, Überdachungen, Carports, Gewächshäuser, Aufbewahrungsboxen für Polsterauflagen oder Kompostboxen sein. Wenn die ersten Generationen von Arbeiterinnen geschlüpft sind und das Nest zu eng wird, baut die gesamte Kolonie ein neues Nest. Zum späten Herbst stirbt die Königin und die Kolonie endet. Jedoch verlassen mehrere hundert junge begattete Königinnen das Nest und gründen im nächsten Frühjahr neue Kolonien.
2024 wurden die ersten Nester der Vespa velutina in Rösrath gefunden. Vor kurzer Zeit wurde zudem ein Embryonalnest in Hoffnungstal entfernt sowie zwei weitere an Bienen jagende Königinnen. Wer ein Nest auf seinem Grundstück findet, macht ein Foto mit aufsitzendem Tier, da die Verwechslungsgefahr mit Nestern heimischer und schützenswerter Wespen und/ oder Hornissen sehr groß ist. Wer unsicher ist, kann sich an sich an Imkerin Jutta Kalff, Telefon 0163/ 8924894, wenden.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |