Amphibienwanderung
Nabu-Helfer retten
viele tausende Kröten
- Solche Schutzzäune können Kröten-Leben retten.
- Foto: Reinecke
Oberbergischer Kreis (red). Mit den ersten milden Abenden startet im Oberbergischen wieder die große Amphibienwanderung. Sobald die Temperaturen auf über 5 Grad steigen und Regen einsetzt, machen sich Frösche, Molche und Kröten in der Dämmerung auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Damit die Tiere sicher über stark befahrene Straßen gelangen, errichten Ehrenamtliche vielerorts Amphibienschutzzäune.
Entlang der bekannten Wanderstrecken werden flexible Kunststoffzäune aufgebaut und in regelmäßigen Abständen Eimer ebenerdig eingegraben. In diese fallen die Tiere auf ihrem nächtlichen Weg. Morgens und abends müssen die Eimer kontrolliert, die Amphibien gezählt und sicher auf die andere Straßenseite gebracht werden. Die Tiere legen dabei Strecken zwischen 400 Metern und zwei Kilometern zurück. Tagsüber sind sie in der Regel nicht unterwegs.
Nach Angaben des NABU Oberberg ist die regelmäßige Betreuung der Zäune entscheidend. Können die Eimer nicht rechtzeitig geleert werden, drohen die Tiere zu verenden. „Aufgrund der Menge der Tiere und der gebotenen Regelmäßigkeit der Entleerung der Eimer brauchen wir dringend weitere Helfer“, sagt Michaela Liebig, neue Ansprechpartnerin an der Lingesetalsperre.
Besonders gesucht werden Unterstützer in Engelskirchen (Kaltenbach und Blumenau), in Marienheide an der Lingesetalsperre, in Lindlar (Quabach und Halfenslennefe) sowie in Nümbrecht am Ölsbach. In Marienheide wurden in einer Saison bereits bis zu 10.000 Tiere über die Straße getragen – und das nur in eine Richtung.
Wer in den frühen Morgenstunden oder am Abend etwa eine Stunde Zeit erübrigen kann, wird gebeten, sich in der Geschäftsstelle des NABU Oberberg unter 02262 – 712728 oder per E-Mail an kroetenwanderung@nabu-oberberg.de zu melden. Auch über ein Online-Formular auf der Internetseite des NABU Oberberg ist eine Anmeldung möglich.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |