22. Autofreier Sonntag
Zwischen Wheelies, Waffeln und Weitsicht

Foto: Karin Rechenberger
59Bilder

Waldbröl/Nümbrecht. Im beinahe ständigen Wheelie-Modus unterwegs auf der 16 Kilometer langen Strecke waren die drei jugendlichen Freunde Timon, Oskar und Mika. Mit sichtlichem Spaß meisterten sie die Runde zwischen Nümbrecht und Waldbröl und waren damit drei von rund 2.000 Teilnehmern, die am 22. „Autofreien Sonntag“ bei angenehmen Sommertemperaturen unterwegs waren. Ob Fahrrad, E-Bike, Dreirad, Laufrad, Fahrradanhänger, Inliner, Liegerad oder zu Fuß, die Vielfalt der Fortbewegungsmittel war groß. Immer häufiger sind dabei E-Bikes auf der Strecke zu sehen. Die klassischen Fahrräder bilden inzwischen eher die Minderheit. Doch egal, ob mit elektrischer Unterstützung oder aus eigener Muskelkraft: Im Mittelpunkt standen die Freude an der Bewegung, die frische Luft und das gemeinsame Erlebnis. Der 16 Kilometer lange Rundkurs führte von Bohlenhagen über Hahn, Happach und Hoff weiter durch das Nümbrechter Gemeindegebiet mit dem Ortszentrum, Drinsahl und Hömel.

Dass beim „Autofreien Sonntag“ wirklich jeder mitmachen kann, zeigten die vielen unterschiedlichen Teilnehmer. Die junge Mutter Katharina war mit ihren drei Söhnen unterwegs: Der dreijährige Lukas auf dem Laufrad, Niklas (7) und Elias (10) auf dem E-Bike. Der Vater der drei Jungs kümmerte sich derweil zu Hause um den Welpen. Auch ein kleiner Vierbeiner durfte bei der Tour nicht fehlen: Das Waldbröler Paar Susanna Burow und Jürgen Haarcke fuhr mit Zwergspitz Maja im Körbchen die Runde. „Selbstverständlich hat Maja auch eine Stempelkarte“, scherzten die beiden. Und auch das Alter spielte beim „Autofreien Sonntag“ keine Rolle. Günter Paschke (86), Karl-Heinz Schmitter (86), Heinz Albert Heinrichs, fast 85, und Joachim Herholz (86) gehörten zu den ältesten Teilnehmern. Sie absolvierten die 16 Kilometer ohne Probleme.

In Bohlenhagen, wo in diesem Jahr der Startpunkt lag, hatte die Dorfgemeinschaft bereits eine Woche zuvor mit den Vorbereitungen begonnen. Alle 120 Mitglieder, im Alter von drei bis 95 Jahren, waren eingebunden. Während die einen Stände aufbauten und den Dorfplatz herrichteten, wurden Kuchen gebacken, Waffelteig vorbereitet und die kulinarische Versorgung organisiert. Rund 100 Helfer waren allein aus der Dorfgemeinschaft Bohlenhagen im Einsatz. Es gab unter anderem Kuchen, Waffeln, Brezeln, Gegrilltes und Getränke. Das ganze Dorf war auf den Beinen und sorgte gemeinsam für einen reibungslosen Ablauf. Auch an den weiteren Rast- und Stempelstationen in Hömel, Drinsahl und Nümbrecht konnten sich die Teilnehmer stärken und ihre Teilnahmekarten abstempeln lassen. Wer am Ende alle vier Stempel auf seiner Teilnehmerkarte vorweisen konnte, nimmt an einer Verlosung teil.

In Bohlenhagen fand außerdem ein Fahrrad-Gottesdienst unter dem Motto „Beschützt sein mit Helm“ statt. Pfarrer Thomas Seibel von der Evangelischen Kirchengemeinde Waldbröl gestaltete ihn gemeinsam mit Kirchenmusikerin Jutta Windgassen und Akkordeonspieler Martin Schulte. Das THW und das DRK unterstützten die Veranstaltung, außerdem standen zwei Sanitäts- und zwei Fahrrad-Servicestationen bereit. In Bohlenhagen half das Team von „Zweiradmeister“ bei kleinen und größeren Pannen.

Bei der offiziellen Eröffnung wurde vor allem das große ehrenamtliche Engagement gewürdigt. Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber dankte den Helfern und Dorfgemeinschaften für ihren Einsatz und hob die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nümbrecht hervor. Nele Glodowski von der Gemeinde Nümbrecht dankte den zahlreichen Unterstützern und Sponsoren. Denn der „Autofreie Sonntag“ ist längst mehr als eine gesperrte Straße. Er ist ein gemeinsamer Tag für zwei Kommunen, zahlreiche Vereine und Dorfgemeinschaften und für Menschen jeden Alters, die das Bergische Land einmal ganz entspannt ohne Autoverkehr erleben möchten. Um 18 Uhr wurde die Strecke wieder für den motorisierten Verkehr freigegeben. Doch das Fest war damit noch nicht vorbei. An den Raststationen wurde noch bis in die späten Abendstunden weiter gefeiert. „Bei den angenehmen Temperaturen war die Resonanz und die Stimmung sensationell“, waren sich die Veranstalter einig.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Karin Rechenberger aus Morsbach

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.