60 Jahre Werbe- und Fördergemeinschaft
Schlebusch ganz in Weiß
- Fast von Beginn an gehörte Hans-Peter Teitscheid (l.) zum Vorstand der Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch (WFG). Beim „White Dinner“ zum 60-jährigen Bestehen gab er einen Einblick in die Historie. Foto: Gabi Knops-Feiler
- hochgeladen von Angelika Koenig
Schlebusch (gkf). Weiß gedeckte Tische, fröhliche Gespräche, Kerzenschein unter freiem Himmel: Als der Lindenplatz zur Festtafel wurde, feierte Schlebusch nicht nur ein stilvolles „White Dinner“, sondern auch einen runden Geburtstag. Die Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch (WFG) blickt auf ihr 60-jähriges Bestehen zurück. Sehr zur Freude des Vorsitzenden Philipp Müller waren fast 250 Menschen der Einladung gefolgt.
Die Erfolgsgeschichte begann 1965 ausgerechnet mit einem Protest. Eine vierspurige Schnellstraße sollte durch Schlebusch führen. Geschäftsleute und Bürger waren entsetzt. „Wir wollten unser Dorf retten“, berichtete Vorstandsmitglied Hans-Peter Teitscheid, der nahezu seit der ersten Stunde dabei war. Das Vorhaben gelang: Im August 1994 wurde ein neuer Straßenabschnitt samt Fußgängerzone eingeweiht. Heute gilt sie als Herzstück des Dorfes - ein Ort zum Einkaufen, Bummeln und Verweilen. Aus den Anfängen der „Werbegemeinschaft Schlebusch“ wurde später die erfolgreiche „Werbe- und Fördergemeinschaft“. Zahlreiche Veranstaltungen wurden initiiert, die längst als Tradition gelten: Martins- und Adventsmarkt, Schlebuscher Volksfest oder Schlebuscher Wochenende. Seit 32 Jahren ein fester Termin ist „Kunst im Schaufenster“, seit 25 Jahren begeistert der Foto-Wandkalender mit Bildern aus der Dorfgeschichte. Als besonderes Glanzstück der Vereinsarbeit gilt der 1997 gegründete Bauernmarkt. Jeden Samstag lockt er mit frischen Produkten, regionalem Flair und persönlicher Atmosphäre. Die WFG ist heute weit mehr als ein Zusammenschluss von Händlern. Sie versteht sich als Sprachrohr für Schlebusch, unterstützt kleinere Vereine und bringt sich in politische Diskussionen ein. „Wir sind die Stimme des Stadtteils“, verdeutlichte Teitscheid. „Und wir wollen, dass Schlebusch auch in Zukunft lebendig bleibt.“
Redakteur/in:RAG - Redaktion |