Stadt und OGV würdigen 50 Jahre Leverkusen
Neuer Film zur Stadtgeschichte
- Auf dem Bild ist der stellvertretende OGV-Vorsitzenden Jürgen Mittag (r.) im Gespräch mit Ralph Junker, Christiane Borchardt, Ingrid Zurek-Bach und Ernst Küchler (v.l.). Foto: OGV/Drach
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Leverkusen. Mit einem gemeinsamen Festabend haben der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. (OGV) Leverkusen und die Stadt das 50-jährige Jubiläum der 1975 in ihrer heutigen Form gegründeten Stadt Leverkusen gewürdigt. Im Erholungshaus begeisterten die Klänge des Bayer-Blasorchesters die rund 280 geschichtsinteressierten Gäste, unter denen viele bekannte Gesichter aus Politik und Stadtgesellschaft waren. Höhepunkte des Abends waren ein Zeitzeugengespräch sowie die Premiere eines neuen achtminütigen Dokumentationsfilms, mit dem die Stadt Leverkusen die Rechercheergebnisse des Leverkusener Filmemachers und OGV-Vorstandsmitglieds Harald Cremer attraktiv und aufschlussreich präsentiert. Cremer hatte mehrere historische Leverkusener Stadtfilme aus der Zeit der alten Bundesrepublik ausfindig gemacht. Für den neuen Film hat die Stadt dieses Material mit aktuellen Aufnahmen und Interviews kombinieren lassen und den Kabarettisten Wilfried Schmickler als Sprecher gewonnen.
In seinem Grußwort betonte der Leverkusener Oberbürgermeister Stefan Hebbel, wie wichtig es ist, an die dynamische Zeit der kommunalen Neugliederung zu erinnern. „Damit begann unsere gemeinsame Geschichte“, sagte Hebbel. Trotz der mit der Gebietsreform verbundenen Verlusterfahrung in Opladen „haben sich die Stadtteile mehr und mehr verzahnt“, so Hebbel. „Wir alle sind Leverkusen. Und wir können stolz auf unseren 50. Geburtstag sein.“ Hebbel wurde von seinem Vater Paul Hebbel begleitet. Der Alt-Oberbürgermeister (1999-2004) kommt in dem neuen Dokumentationsfilm als Zeitzeuge zu Wort, genauso wie sein Amtsnachfolger Ernst Küchler (2004-2009). Mit dem OGV-Ehrenvorsitzenden Küchler, Christiane Borchardt (Sängerkreis Leverkusen), Ralph Junker (Stadtarchiv) und Ingrid Zurek-Bach (Bergisch Neukirchen) diskutierte Prof. Dr. Jürgen Mittag, stellvertretender Vorsitzender des OGV, im Rahmen der Festveranstaltung schließlich über die Erlebnisse und Eindrücke, die diese als Zeitzeugen der Gebietsreform beziehungsweise ihrer Folgen gemacht haben.
Zuvor hatte der OGV-Vorsitzende Michael D. Gutbier ein Resümee zur Forschungsarbeit des Geschichtsvereins zur Gebietsreform gezogen. „Ob wir es mit einer Erfolgsgeschichte zu tun haben, ist keine einfache Ja-oder-Nein-Frage“, sagte Gutbier. „Für die Identität der Menschen bedeutet das: Leverkusen ist bis heute eine Stadt der Mehrfachzugehörigkeiten. Diese mehrschichtige Identität ist kein Mangel, sondern eine Stärke. Sie verlangt aber danach, erklärt, ernst genommen und gemeinsam erzählt zu werden.“
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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