Umzug und ein neuer Name
„Verbundschule Hennef“ startet im Herbst
- Schulleiterin Margret Hagen, Architekt Michael Herkenrath und Bürgermeister Mario Dahm (v.li.) bei der Schlüsselübergabe.
- Foto: Heimermann
- hochgeladen von RAG - Redaktion
Hennef. Die städtische Förderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen sowie emotionale und sozialer Entwicklung im Verbund gibt es seit 1963. Nach den Herbstferien wird die Schule von der Geisbach in ihr neues Domizil in der Theodor-Heuss-Allee umziehen und dort im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Conet für ihre derzeit 230 Schüler aus Hennef sowie den umliegenden Gemeinden Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Windeck und Ruppichteroth unter dem neuen Namen „Verbundschule Hennef - Förderschule der Stadt Hennef“ den Unterricht aufnehmen.
Bei einer Feierstunde überreichte Bürgermeister Mario Dahm mit Michael Herkenrath von der Planungsgruppe Zacharias den als Brot gebackenen Schlüssel an Schulleiterin Margret Hagen. „Der Umzug der Förderschule ist eine Win-Win-Situation für die Schulentwicklung in Hennef. Wir schaffen damit optimale Bedingungen für die gesamte Schulgemeinschaft der Verbundschule Hennef“, so Bürgermeister Mario Dahm. „Das Gebäude wurde in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung optimal auf die pädagogischen Bedürfnisse der Schule umgebaut und eingerichtet. Insgesamt haben wir 10,9 Millionen Euro in Ankauf und Umbau des neuen Schulgebäudes investiert. Sowohl die Förderschule als auch die Grundschule Hanftal profitieren von diesem Projekt, da beide Schulen mehr Raum bekommen - die Förderschule am neuen Standort und die Grundschule im ehemaligen Förderschulgebäude an der Hanftalstraße“.
Schulleiterin Margret Hagen freute sich über den neuen Standort: „Mit der feierlichen Einweihung dieses neuen Schulstandorts öffnen sich die Türen zu einem Ort voller neuer Möglichkeiten, Inspirationen und Förderung. Im inklusiven Netzwerk der Bildungseinrichtungen der Stadt Hennef setzt der Schulträger ein klares Zeichen für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Individuelle sonderpädagogische Förderung sowie differenzierte Bildungsangebote haben hier ihren Platz und tragen mit dazu bei, dass Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf zu einem erfolgreichen Schulabschluss kommen können. Die Investition ist auch eine Wertschätzung unserer bisherigen schulischen Arbeit“.
Das Gebäude erwarb die Stadt Hennef 2023 und ließ es für die Nutzung als Verwaltung und Schule umplanen. Für Michael Herkenrath von der Planungsgruppe Zacharias war dabei der Brandschutz und die Raumplanung eine besondere Herausforderung. Für jeden Schüler waren 2,5 Quadratmeter Fläche in den Klassenzimmern einzuplanen, bei 20 Schülern pro Klasse also rund 50 Quadratmeter. Dafür mussten alle Wände im Inneren entfernt werden, was durch die Bauweise des 1994 errichteten Gebäudes möglich war. So entstanden in einer 16-monatigen Planungs- und Umbauzeit fristgerecht 14 Klassenräume, sieben Differenzierungsräume und sechs Fachräume, ein moderner Naturwissenschaftsraum, eine Lehrküche mit angrenzendem Vorbereitungs-, Speise- und Lagerraum, eine Fahrradwerkstatt, eine Holzwerkstatt, eine Werkstatt für Metallverarbeitung, ein Raum zur multifunktionalen Nutzung für Malen, Lackieren und Kunst und Räume für Friseur und Kosmetik. Auf jeder Etage befinden sich ein Schülerclubraum, ein Lehrmittelraum und Toiletten. Außerdem gibt es eine Schulstation für die Ganztagsgruppe und ein Selbstlernzentrum. Das Lehrerzimmer mit 32 Sitzplätzen sowie eine Mensa mit rund 80 Plätzen und Außenterrasse befindet sich im dritten Obergeschoss. Der großen „Saal Geistingen“ mit 199 Plätzen im Staffelgeschoss steht der Schule künftig für Schulveranstaltungen wie Zeugnisausgaben oder Info-Abende zur Verfügung und kann von der Stadtverwaltung für Sitzungen genutzt werden. Der Parkplatz des Gebäudes wurde neu aufgeteilt, um ein Teil als Schulhof zu nutzen. Ein Soccer-Court soll im nächsten Jahr folgen. Im hinteren Trakt des Gebäudes sind Teile der Stadtverwaltung sowie im Erdgeschoss die Schulverwaltung mit Schulleitung, Sekretariat und Hausmeister und ein Sanitätsraum untergebracht.
Bei der Schlüsselübergabe waren auch die Schüler anwesend, die als Chor einen Eröffnungs-Song präsentierten und dafür den Text von Rolf Zuckowski Komposition: "Wie schön, dass du geboren bist…" umdichteten in: „Wie schön das du jetzt fertig bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst…“
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Alfred Heimermann aus Hennef |
|
| Webseite von Alfred Heimermann | |
| Alfred Heimermann auf Facebook | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.