Die Jecken waren die Sieger
Traditioneller Rathaussturm in Hennef
- Auf der Waage wurden die Wortgefechte ausgetragen.
- Foto: Heimermann
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Hennef. Die Anweisung des Bürgermeisters, den Rathauseingang mit rotweißen Bändern und Barrikaden zu verrammeln, verfehlte sein Ziel. Sängerin Bianca, die Tänze der Kinder von der Stadtgarde Schwarz-Rot Hennef und den Stadtsoldaten, der Gesang der goldenen „Hennefer Diamanten“ unter Leitung von Robert Urbansky sowie das Duo Pascal lenkten die Verteidiger im Rathaus erfolgreich ab - vielleicht auch, weil die mit Jugendamtsleiterin Miriam Overath deren Geburtstag feierten.
Bürgermeister Mario Dahm und Stadtsoldaten-Baas Peter Lindlar bekämpften sich mit friedlich mit starken Wortgefechten. Schiedsrichter spielte hier Beigeordneter und Stadtsoldat Michael Walter, der zum Schluss der Meinung war, dass das Verbal-Gefecht ziemlich gleich war: „Das gequatschte im Rathaus geht ja immer weiter und was kommt dabei raus - nichts!“. Dahm bestätigte: „Ja, das kennt er“. Mit einem neuen Hilfsmittel, einer Bohle auf einer Rolle, die als Waage diente, trat der kleinste Stadtsoldat Leonhard gegen Dahm an und gewann ... aber irgendwie hatte wohl der Baas einen Fuß irrtümlich auf das Waagebrett gestellt - was aber nicht auffiel. Dahm sah die Niederlage positiv: „Das hat ja schon gut geklappt mit den Neujahrsvorsätzen“, worauf Lindlar bemerkte: „Du wolltest ja schon immer hoch hinaus“. Das Sövener Kinderprinzenpaar fragte den Bürgermeister, wann denn endlich das alte Feuerwehrhaus wie versprochen von den Vereinen genutzt werden kann. Die Uckerather Kinderprinzessin hatte die Woche zuvor schon den Mario zum Froschkönig verwandelt und klein gemacht für die Verteidigung. Da sie mit ihrem Taschengeld umgehen kann, möchte sie sich nach der Erstürmung den Stadthaushalt ansehen: „Da können wir sicher gute Tipps geben“.
Prinz Uli war sich sicher, ohne den großen Schlüssel ins Rathaus zu gelangen. Zum einen durch die 1.000 verkauften Pins mit dem Rathaus drauf: „Die einen haben, kommen damit rein, die anderen gelangen durch ein großes Loch im Rathaus - das Haushaltsloch - hinein, was laut Lindlar größer ist als die 100.000 Straßenlöcher der Stadt. Prinzessin Renate rief Mario zu: „Wir drei Prinzessinnen werden dich oben erstürmen“. Bevor das Rathaus friedlich eingenommen wurde, fragte Lindlar den Bürgermeister noch: „Ich habe gehört, dass ihr den Beamtendreikampf zum Vierkampf erweitert habt. Nach knicken, lochen, abheften wird jetzt beantragt, alle wichtigen Daten für die Bürger auf der Homepage verschwinden zu lassen, damit möglichst keine Anträge gestellt werden“. Dahm konterte: „Ja, wir haben heute die Antragsformulare rausgenommen - hat aber leider nicht funktioniert“.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Alfred Heimermann aus Hennef |
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