Wohnungsbau Grube Carl
Unternehmen freuen sich auf „drehende Kräne“
- Der Stadtteil Grube-Carl verdankt seinen Namen einer ehemaligen Brikettfabrik, die von 1905 bis in die 1990er-Jahre genutzt wurde. Aktuell leben dort rund 2.000 Menschen. Ursprüngliche Planungen sehen eine sukzessive Ausweitung auf rund 5.000 Einwohner vor.
- Foto: Archiv/Stadt Frechen
Die Interessensvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) begrüßt die „politische Weichenstellung für dringend benötigten Wohnungsbau auf Grube Carl“ im Planungsausschuss der Stadt Frechen.
Frechen-Grube Carl (lk). „Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Wohnungsbau Grube Carl im Planungsausschuss ist ein wichtiges Signal für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Frechen und die Einwohner und Beschäftigten“, ist Ingo Arlinghaus, 1. Vorsitzender der Interessensvereinigung der Frechener Unternehmen (IFU), überzeugt.
Die IFU begrüße ausdrücklich, dass die Politik im Planungsausschuss mit breiter Mehrheit den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Gruber Carl gefasst habe.
„Die Schaffung von Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten ist ein entscheidender Standortfaktor für die Frechener Wirtschaft. Die in der IFU organisierten Unternehmen haben aufgrund des mangelnden Wohnungsangebotes immer wieder Probleme, neue Beschäftigte zu überzeugen nach Frechen zu kommen.
Das ist ein Standortnachteil im Kampf um Talente, Fachkräfte und qualifiziertes Personal, unabhängig von der Branche und der Unternehmensgröße“, argumentiert die IFU für die geplante Erweiterung des Ortsteils.
Ingo Arlinghaus: „Unsere Unternehmen beklagen regelmäßig den Verlust von Beschäftigten, die das zeitraubende und auch teure Pendeln nach Frechen leid sind, aber keine passende oder bezahlbare Wohnung in Frechen finden.“
Das Wohnraumdefizit in der Stadt sei lange bekannt und habe bereits im Kommunalwahlkampf 2025 eine wichtige Rolle gespielt. „Im Ergebnis hat die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler die für mehr Wohnungsbau eintretenden Parteien ausdrücklich mandatiert“, argumentieren die Frechener Unternehmen.
Sie begrüßen ausdrücklich, dass sich „nun eine breite politische Mehrheit für den Start der Planungen für Wohnungsbau auf dem Areal Grube Carl gefunden hat.“ Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Grube Carl wertet die IFU als „wichtiges Signal für das dringend benötigte Wachstum in der Stadt“.
Die IFU und Ihre Mitgliedsunternehmen stehen bereit, um Politik und Verwaltung auch künftig bei der Entwicklung der Stadt zu beraten. „Wir haben die gleichen Interessen, wenn es um das Wohl der Menschen in unserer Stadt geht“, so Arlinghaus.
Jede Entscheidung der Politik pro Wohnbaulandentwicklung verbessert mittelfristig die Wohnraumversorgung und gibt Menschen eine Zukunft in Frechen.
Nun wünscht sich die IFU für die Grube Carl, aber auch für das zweite große Entwicklungsareal der Stadt, Rhenania West, einen zügigen Abschluss der Planung, „damit sich bald die Kräne drehen können“ so der IFU-Vorsitzende.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |
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