Vortrag im Kolpinghaus
Toni Ooms in Frechen
- Ooms’sche Keramik findet sich unter anderem auf der Keimesstraße in Fassadenverkleidungen und auf dem Freiheitsring in Skulpturen.
- Foto: FGV/Bühr/AUI Archiv
Der Frechener Geschichtsverein und Referent Dr. Helmut Wirges laden für Dienstag, 5. Juni, 19 Uhr zu einem Vortrag zum Thema „Toni Ooms – ein Glückfall für Frechen?!“ in den Präses-Beu-Saal im Kolpinghaus, Kolpingplatz, ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl allerdings begrenzt. Daher ist eine Anmeldung erforderlich.
Frechen (lk). Anton Heinrich „Toni“ Ooms (1876-1934) war eine zentrale Figur der Frechener Keramikgeschichte. Er war technischer Werkleiter einer Frechener Steinzeugfabrik und gründete dort die Abteilung für Fein- und Baukeramik. Diese produzierte bis 1934 die berühmte „Ooms’sche Keramik“, auch bekannt als Köln-Frechener Keramik. Ooms arbeitete dafür mit einigen Kölner Bildhauern zusammen, die die Entwürfe lieferten.
Durch seine persönliche Beziehung zum damaligen Bürgermeister Dr. Peter Toll und dessen Begeisterungsfähigkeit für seine Keramik, mit der er auch den Architekt Julius Gatzen in seinen Bann zog, gelang es ihm, die Architektur der Gemeinde Frechen über deren Grenzen hinaus, bekannt zu machen. „Seine Keramiken finden sich bis heute an Häusern, Portalen und Denkmälern. Die Fassadenverkleidungen aus Ooms’scher Keramik prägen heute noch das Erscheinungsbild der Frechener Innenstadt“, erklärt der Frechener Geschichtsverein.
Sein persönliches Wohnhaus in der Hüchelner Straße 115 ist bis heute ein Zeugnis seiner Vision: mit keramischen Fenstergewänden, Gesimsen und einem detaillierten Eingangsportal ausgestattet.
Die Toni-Ooms-Straße erinnert an den versierten Techniker, der die industrielle Keramik-produktion in Frechen revolutionierte.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |
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