Zukunftsinvestition für Grundschulkinder
Neuen Rahmenvertrag für den Offenen Ganztag
- Im Sitzungssaal des Alten Rathauses unterzeichneten die Partnerinnen und Partner den Rahmenvertrag zum Offenen Ganztag.
- Foto: Stadt Frechen
Die Schulleitungen der sieben Frechener Ganztagsgrundschulen, die Vertretungen der Jugendhilfeträger sowie Bürgermeister Uwe Tietz haben den neuen Rahmenvertrag für den Offenen Ganztag (OGS) feierlich unterzeichnet.
Frechen (red). Das überarbeitete Vertragswerk aus dem Jahr 2017 tritt zum 1. August in Kraft. Gleichzeitig wurden die individuellen Kooperationsvereinbarungen für die einzelnen Schulstandorte durch die jeweilige Schulleitung, den zuständigen OGS-Träger und die Stadt als Schul- und Jugendhilfeträger unterschrieben.
Zur Vertragsunterzeichnung im Sitzungssaal des Alten Rathauses erklärte Bürgermeister Uwe Tietz: „Heute gehen wir einen ganz wichtigen Schritt. Früher haben sich die Eltern um OGS-Plätze gestritten, heute gibt es einen Rechtsanspruch. Dem neuen Vertrag wünsche ich einen langen Bestand.“
Starkes Signal als Verantwortungsgemeinschaft
Als Verantwortungsgemeinschaft aus Schule und Jugendhilfe treibt die Stadt Frechen gemeinsam mit den freien Trägern den stetigen Ausbau des Offenen Ganztags voran. Neben der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen vor allem Chancengleichheit und Teilhabe an einer kindgerechten, qualitativen ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter an erster Stelle. Zu den langjährigen Kooperationspartnern, „Schuloase Rheinland“ und der „KJA - Katholischen Jugendagentur Köln“, ist für die OGS Gemeinschaftsgrundschule Ringschule mit „GIP – Ganztag in Partnerschaft“ ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027 ein neuer Träger des Ganztagsangebotes gefunden worden. GIP verfügt über langjährige Erfahrungen als Partner im Offenen Ganztag an mehreren Schulen im Rhein-Erft-Kreis.
Voller Rechtsanspruch für alle Klassenstufen ab Schuljahr 2026/2027
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres am 1. August 2026 tritt bundesweit der gesetzliche Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Kinder der ersten Klassenstufe in Kraft. Dieser Anspruch wird bundesweit in den kommenden Jahren schrittweise ausgeweitet. In Frechen geht man jedoch sofort einen entscheidenden Schritt weiter: Die Stadt und die Träger der Ganztagsangebote sind sich einig, dass der Anspruch auf Ferienbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 direkt für alle Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 4 gelten soll.
Neues Finanzierungsmodell sichert Qualität und Standards
Die vertragliche Neuausrichtung ist das Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses des „Arbeitskreises Ganztag“. In diesem Gremium haben Teilnehmende aus Verwaltung, Politik, Schulleitungen und OGS-Trägern gemeinsam tragfähige Qualitäten und Standards für den Offenen Ganztag erarbeitet. Auf dieser Basis entstand ein neues, zukunftsfähiges Finanzierungsmodell, das die verlässliche Umsetzung der Qualitätsstandards dauerhaft sichert.
„Wir sind fest davon überzeugt, dass diese Weiterentwicklungen eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Kinder darstellen“, betonen die Vertragspartner gemeinsam. „Unser großes Ziel bleibt es, allen Kindern in Frechen einen Ort zu bieten, an dem sie lernen, spielen, Gemeinschaft erleben und sich bestmöglich entwickeln können.“
Redakteur/in:Signe Mai Slomian aus Pulheim |