Bundesverdienstkreuz für Beck
Auszeichnung für langjähriges Engagement
- Landrat Markus Ramers (links) und Bürgermeister Sacha Reichelt (rechts) überreichten Karl-Heinz Beck im Beisein seiner Frau das Bundesverdienstkreuz.
- Foto: Kreis Euskirchen
Euskirchen (rb). Für sein jahrzehntelanges Engagement im sozialen und kirchlichen Bereich ist Karl-Heinz Beck aus Euskirchen mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Markus Ramers überreichte die Ehrung im Sitzungssaal der Kreisverwaltung im Rahmen einer Feierstunde.
„Heute würdigt die Bundesrepublik Deutschland ein Leben, das sich konsequent an einem einzigen Maßstab orientiert hat: am Menschen“, sagte Ramers. Über viele Jahrzehnte habe Beck insbesondere ältere Menschen in den Mittelpunkt gestellt – mit ihrem Wunsch nach Teilhabe, Respekt und Würde.
Beck, geboren 1945 in Sorsum bei Hannover, war bis zu seinem Ruhestand 2010 als Diakon tätig. Anfang der 1990er-Jahre kam er nach Euskirchen, um die Seniorenarbeit der evangelischen Kirchengemeinde neu auszurichten. Sein Ziel: mehr gesellschaftliche Teilhabe für ältere Menschen. „Damals war Altenarbeit oft noch ein Kaffeekränzchen“, erinnert sich Beck.
Aus diesem Ansatz heraus entstanden zahlreiche Initiativen, die das soziale Leben in Euskirchen bis heute prägen. Dazu zählen der Verein „Älter werden in Euskirchen“ (1995), die Mitgründung der „Euskirchener Tafel“ (2000), die Alzheimer-Gesellschaft Kreis Euskirchen (2001) sowie das Netzwerk „Nest – Netzwerk für Sterbende und Trauerbegleitung“ (2004). Auch das „Forum Ehrenamt“ und das Projekt „Mentor Euskirchen – Die Leselernhelfer“ gehen auf ihn zurück.
Darüber hinaus engagierte sich Beck in der Diakonie Euskirchen und initiierte vielfältige Angebote für Seniorinnen und Senioren. Ein besonderes Anliegen war ihm die Begleitung von Menschen in schwierigen Lebensphasen. Mit dem Aufbau eines Netzwerks von rund 40 bis 50 ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen und -begleitern schuf er eine bis heute tragende Struktur.
„Sie haben Gemeinschaft gestiftet, wo Einsamkeit drohte. Sie haben Würde bewahrt, wo Menschen an Grenzen kamen“, sagte Ramers. Beck habe nachhaltige Strukturen geschaffen, die bis heute wirken. Abschließend würdigte er ihn mit den Worten: „Sie haben Spuren hinterlassen – nicht in Stein, sondern in Herzen. Nicht in Aktenordnern, sondern in Erinnerungen. Sie haben mehr getan als Ihre Pflicht. Sie haben Ihre Berufung gelebt.“
Mit dem Bundesverdienstkreuz wird ein Lebenswerk geehrt, das das soziale Miteinander in Euskirchen über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.
LeserReporter/in:Ruben Bartsch aus Köln |