Ein neues Zuhause
Ein fester Stall für Schnucken und Ziegen
- So wird er aussehen, der neue feste Stall für etwa 50 Tiere, die beim NABU Rhein-Erft im Naturschutzgebiet Friesheiner Busch zur Landschaftspflege eingesetzt werden.
- Foto: studio bauko architekten
Erftstadt (mm). Die Heidschnucken und Walliser Schwarzhalsziegen, die der NABU zur Landschaftspflege im Naturschutzgebiet Friesheimer Busch einsetzt, bekommen nun einen festen Stall für die Überwinterung – jetzt wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Nachdem die Erdarbeiten gestartet haben, geht es zügig mit den Einschalarbeiten weiter, danach wird betoniert.Zusammen mit den Studierenden des Lehrstuhls Baukonstruktion der RWTH Aachen wurde ein Tierstall-Komplex entwickelt, bestehend aus jeweils einem Schaf- und einem Ziegenstall für jeweils etwa 50 Tiere. Dazu kommt ein integrierter Bau mit Hausanschluss-, Futter- und Apothekenkammer. Der Stallbau selbst ist ein Holzskelettbau auf einer Bodenplatte aus Stahlbeton. Im Juli hatten die Studierenden bereits verschiedene Elemente des Stalls im Selbstbau als 1:1 Mock-up (Entwurfsmodell) überprüft. Ein Fassadenelement, sowie Teile des inneren Ausbaus (Trennelement und Fressgitter) wurden auf ihre Funktionalität, Stabilität und Gestaltung überprüft. Vor allem spielten die Erkenntnisse zum Bauprozess und zur Machbarkeit eine Hauptrolle.Die Studierenden werden sich bei den Bauarbeiten einbringen und alle Fassadenelemente erstellen. Bald beginnen die Rohbau-Arbeiten. Läuft alles glatt, soll Mitte Oktober der Skelettbau von der Zimmerei und danach das Dach gesetzt werden.
Bislang waren die tierischen Helfer des NABU in einem provisorischen Winterquartier untergebracht, welches die Ehrenamtlichen der Landschaftspflegestation jedes Jahr in vielen Stunden und mit enormem physischem Aufwand aus Weidezelten gebaut hatten.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |