Premiere des "Eitorf Jam"-Festivals
Drei Tage mit höchst vielfältiger Musik
- Musiker, Besucher und Veranstalter zeigten sich gleichermaßen begeistert und zufrieden mit der Festivalpremiere.
- Foto: Herkenrath
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Eitorf. Alles hat vor einem Jahr mit einerer Geburtstagsfeier von sechs Freunden angefangen. Da sie gemeinsam schon auf vielen Festivals gewesen waren, dachten sie sich, ihr Geburtstag könnte auch so etwas wie ein Festival werden. Gesagt, getan - und es wurde ein großer Erfolg. Eigentlich zu schade, das nur ein Mal zu machen, war da der Gedanke. Allerdings erfordert selbst eine große Geburtstagsfeier mit 150 Gästen eine umfangreiche Planung. Ein größeres Festival, das über drei Tage für alle geöffnet ist, ist da schon eine ganz andere Hausnummer. Da man aber bekanntlich mit seinen Aufgaben wächst, beschloss das Team, der gelungenen Premiere weitere Veranstaltungen folgen zu lassen. So wurde das Festival „Eitorf Jam“ ins Leben gerufen.
Dahinter steht ein neu gegründeter Verein, dessen Ziel es ist, Künstler aus der Region einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dabei werden keine kommerziellen Ziele verfolgt. Beim ersten öffentlichen „Eitorf Jam“ in diesem Jahr bildeten insgesamt fast 20 Künstler das Line-up. Auf dem wunderschönen Gelände des Sportplatzes in Rankenhohn waren neben der Bühne und der Tanzfläche auch Getränke- und Speisestände aufgebaut. Es gab jedoch auch Zonen zum Sitzen, Entspannen oder Spielen.
Das dreitägige Spektakel setzte dabei bewusst auf ein breites Publikum. Sowohl die Musikrichtungen als auch das Angebot auf dem Gelände richteten sich an alle Altersgruppen. Ob Techno, Reggae, Punk oder Indie Pop - für jeden Geschmack war etwas dabei. So überraschte es nicht, dass sich unter den mehreren hundert Besuchern jeden Tag viele verschiedene Generationen fanden.
Der von Thomas Schmitz geleitete Verein hatte alles perfekt geplant. Bereits im Vorfeld wurden Künstler engagiert, Verträge mit Lieferanten abgeschlossen und Gespräche mit der Polizei und der Gemeindeverwaltung geführt. Insbesondere die Ordnungsdienste, die das Festival die gesamte Zeit über begleiteten, zeigten sich zufrieden mit der harmonischen Veranstaltung und der guten Zusammenarbeit mit den Veranstaltern. Bei freiem Eintritt und bestem Sommerwetter wurde von Freitag bis Sonntag gefeiert, getanzt und gespielt. Das weitläufige Gelände direkt am Wald bot zudem genug Gelegenheit, die Musik leiser zu genießen und bei netten Gesprächen den Tag zu verbringen. Eine gute Gelegenheit, mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen, bot zudem das Menschen-Memory. Jeder Besucher, der mochte, erhielt einen Sticker für die Kleidung. Diesen Sticker gab es genau zweimal. Wer auf dem Gelände sein passendes Gegenstück fand, konnte sich mit seinem Pendant über ein Freigetränk freuen. Der große Erfolg des neuen Festivals auf Eitorfer Boden hat gezeigt, dass es nicht immer im Stil von Wacken oder Woodstock sein muss. Auch solche eher kleinen Musikfestivals können viele Menschen begeistern, zumal das Ganze auch noch zu erfreulich günstigen Konditionen stattfindet. Zu hoffen bleibt, dass sich diese gelungene Veranstaltung in den Reigen der wiederkehrenden Events in Eitorf einfügt.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Stefan Herkenrath aus Eitorf |