Fünf Grippe-Mythen im Faktencheck
Wissenswertes zur Grippe und zur Grippe-Impfung

Auch ein starker Schnupfen ist nicht vergleichbar mit der echten Grippe. Diese kann sehr schwer verlaufen und gefährliche Komplikationen mit sich bringen.
  • Auch ein starker Schnupfen ist nicht vergleichbar mit der echten Grippe. Diese kann sehr schwer verlaufen und gefährliche Komplikationen mit sich bringen.
  • Foto: djd/Sanofi/Getty Images/PIKSEL
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Mythen rund um die Grippe und die bewährte Grippe-Impfung gibt es
viele - fünf davon sind hier im Faktencheck.

Mythos 1: Die Grippe ist nichts weiter als eine heftige Erkältung

Fakt ist: Die Grippe unterscheidet sich deutlich von einer
Erkältung und kann sehr schwer verlaufen. Besonders für ältere
Menschen, deren Abwehrkräfte schwächer sind, kann sie sogar
lebensbedrohlich werden. Typische Anzeichen sind hohes Fieber, Kopf-
und Gliederschmerzen sowie trockener Husten - es können jedoch auch
Komplikationen wie Lungenentzündungen, Blutvergiftungen, Herzinfarkte
und Schlaganfälle auftreten.

Mythos 2: Wenn die Grippe-Impfung jedes Jahr wiederholt werden
muss, ist sie offenbar nicht so wirksam

Fakt ist: Die jährliche Impfung ist erforderlich, weil
Grippeviren sich ständig verändern. Deshalb müssen Impfstoffe Jahr
für Jahr an die saisonal häufig auftretenden Grippeviren angepasst
werden, um bestmöglich zu schützen. Sollten sich Geimpfte dennoch
anstecken, haben sie in der Regel mildere Verläufe, wie Studien
zeigen.

Mythos 3: Eine Grippe-Impfung ist nur zu Saisonbeginn im Herbst
sinnvoll, danach ist es zu spät

Fakt ist: Am besten ist es, sich möglichst früh impfen zu
lassen, also im Oktober oder November. Aber noch während der gesamten
Grippesaison, die bis ins Frühjahr dauert, ist eine Impfung sinnvoll
und lohnt sich.

Mythos 4: Bei älteren Menschen wirkt die Impfung nicht richtig,
weil ihr Immunsystem zu schwach ist

Fakt ist: Tatsächlich sind die Abwehrkräfte bei Menschen ab
60 Jahren schwächer als bei Jüngeren. Die Wirksamkeit einer
Grippe-Impfung kann daher geringer sein. Deshalb sind
Hochdosis-Grippe-Impfstoffe für Menschen ab 60 Jahren entwickelt
worden, die einen besseren Grippeschutz benötigen. Die Ständige
Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren einen
Hochdosis-Grippe-Impfstoff.

Mythos 5: Die Impfung kann starke Impfreaktionen auslösen

Fakt ist: Impfstoffe durchlaufen viele Prüfungen und müssen
nachweislich sicher und wirksam sein. Schwere Impfreaktionen sind
daher sehr selten. Leichtere Reaktionen wie Unwohlsein, erhöhte
Temperatur oder Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle sind
normal und ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Meist klingen
sie nach wenigen Tagen ab. (djd)

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RAG - Redaktion

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