Fußball
Der SC Brühl setzt auf die eigene Jugend
- Setzen beim SC Brühl auf die Entwicklung des Nachwuchses und eine starke Vereinsgemeinschaft: Vorsitzender André Scheuer (links) und Jugendleiter Kurt Schallehn vor dem modernisierten Schlossparkstadion.
- Foto: Robin Streppelhoff
Nach dem Abstieg in die Kreisliga A will der Verein mit Nachwuchsspielern und Zusammenhalt die Zukunft gestalten
Brühl (mm). Im Schlossparkstadion herrscht selbst in den Sommerferien reges Treiben. Kinder jagen dem Ball hinterher, Jugendliche trainieren auf dem Kunstrasenplatz, daneben sind Nachwuchsleichtathleten aktiv. Für den SC Brühl ist dieses Bild Ausdruck einer Entwicklung, auf die der Verein besonders stolz ist: Die Basis wächst, die Jugendabteilung floriert und immer mehr Talente sollen künftig den Weg in die Seniorenmannschaften finden.
Sportlich liegt hinter dem größten Fußballverein der Schlossstadt eine Saison mit Licht und Schatten. Die erste Mannschaft musste den Gang aus der Bezirksliga antreten und geht in der neuen Spielzeit in der Kreisliga A an den Start. Auch die zweite Mannschaft geriet in Schwierigkeiten. Dennoch sehen die Verantwortlichen den Verein auf einem guten Weg. In beiden Teams habe bereits ein Neuaufbau begonnen, von dem insbesondere die erfolgreiche Nachwuchsarbeit profitieren soll.„Einfach mehr Brühler in den Seniorenteams“, formuliert Jugendleiter Kurt Schallehn die Zielrichtung. Tatsächlich rücken bereits erste Jugendspieler in die erste Mannschaft auf. Die Voraussetzungen dafür seien günstig, denn sowohl die A- als auch die B-Jugend verfügen nach Vereinsangaben über starke Jahrgänge. Besonders erfolgreich war zuletzt die U16, die den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat.Insgesamt zählt der SC Brühl etwa 400 Mitglieder und 15 Nachwuchsmannschaften. Vom Fußballkindergarten bis zur C-Jugend seien die meisten Teams voll besetzt. Der stetige Zulauf zeigt nach Ansicht des Vereins, dass das Angebot angenommen wird. Gleichzeitig wachsen damit aber auch die Anforderungen an Trainer, Betreuer und die vorhandenen Sportanlagen.
Sichtbar verändert hat sich in den vergangenen Monaten das Schlossparkstadion selbst. Eine neue Anzeigetafel, zusätzliche Bandenwerbung und der inzwischen fertiggestellte Kunstrasenplatz prägen das Bild der Anlage. Vereinsvorsitzender André Scheuer spricht deshalb von einem „Update für unser Schlossparkstadion“.
Doch die Verantwortlichen betonen, dass es ihnen um mehr geht als um Ergebnisse und Tabellenplätze. Der Verein versteht sich als Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Freundschaften würden entstehen, Gemeinschaft werde erlebt und junge Menschen fänden einen festen Anlaufpunkt im Alltag. „Erfolgreiche Vereinsarbeit zeigt sich nicht unbedingt auf einer Anzeigentafel, sondern in gemeinsamen Veranstaltungen und dem gelebten Zusammenhalt“, sagt Schallehn.
Herausforderungen gibt es dennoch. Die Platzkapazitäten stoßen immer wieder an ihre Grenzen, und auch die Suche nach engagierten Trainern gestaltet sich nicht einfach. Zudem wünscht sich der Verein weitere ehrenamtliche Unterstützung. Gesucht werden Menschen, die Mannschaften begleiten, Veranstaltungen organisieren oder sich auf andere Weise ins Vereinsleben einbringen möchten. Denn für den SC Brühl bedeutet Fußball weit mehr als nur das Geschehen auf dem Platz.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |