Bürgerforum Phantasialand Erweiterung
Scharfe Kritik an angestrebtem Bürgerbegehren - "Macht jede sachliche Diskussion kaputt"
- Der Brühler Eberhard Meyer hat das "Bürgerforum Phantasialand Erweiterung" ins Leben gerufen.
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Brühl. "Ende August sind wir da“, kündigt Diplom-Kaufmann Eberhard Meyer entschlossen an und meint damit unter anderem die Internetpräsenz des von ihm ins Leben gerufenen „Bürgerforum Phantasialand Erweiterung“. Mit seinem Forum will Meyer ein Gegengewicht zum Netzwerk NSG Ententeich bilden und Widerstand gegen das angestrebte Bürgerbegehren des Netzwerks organisieren. Der Vertriebler betont, in keiner besondern Beziehung zum Phantasialand zu stehen. Er habe nach der Bekanntgabe seiner Initiative für die Erweiterung des Freizeitparks große Zustimmung in der Bürgerschaft erfahren. „Das Bürgerbegehren macht jede sachliche Diskussion kaputt“, meint Meyer. Die Behauptungen der Erweiterungsgegner seien nicht faktenbasiert und die Diskussion viel zu emotional. Das neue „Bürgerforum Phantasialand Erweiterung“ will sich für eine „deutlich ausgewogenere“ Diskussion über die Erweiterungsplanung des Freizeitparks einsetzen. Gegenwärtig würden vor allem Bedenken und Risiken die öffentliche Wahrnehmung bestimmen. Chancen und Möglichkeiten träten zu sehr in den Hintergrund. Der Bauleitverfahren trage den Forderungen nach den notwendigen Gutachten zu Auswirkungen auf Natur, Klima, Hochwasserschutz und Starkregen Rechnung. Das Phantasialand habe größtes Interesse am Hochwasserschutz, schon um sich selber zu schützen. „Mit dem Beschluss kommen alle Fakten auf den Tisch und unabhängige Gutachter ermöglichen eine fundierte Bewertung.“ Das sei nur fair, da das erfolgreiche Familienunternehmen seit vielen Jahren auf Klarheit warte und „die Stadt seit Jahrzehnten vom Phantasialand profitiert.“ Die Erweiterung schaffe 830 Arbeitsplätze und das Unternehmen wolle die Rodung der Fläche mit der dreifachen Fläche an Wald und einem Feuchtbiotop ausgleichen. Angesichts der klammen Finanzlage der Stadt sei es dringend geboten, auf die Chancen der Erweiterung für Wirtschaft und Tourismus hinzuweisen. Dabei will Meyer nicht alleine das Feld den Befürwortern in der Politik überlassen. „Jetzt ist bürgerschaftliches Engagement angesagt, da das Thema uns noch jahrelang beschäftigen wird.“
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Naturschützer wollen an Haustüren klingeln
Die Gegner der Erweiterung des Phantasialands vom Netzwerk Naturschutzgebiet Ententeich haben wie angekündigt die Kostenschätzung bei der Stadtverwaltung für das Bürgerbegehren beantragt. „Sobald wir die Kostenschätzung haben, muss diese auf die Unterschriftenliste und dann starten wir die Sammlung. Wir werden an Haustüren klingeln, Stände machen und in Geschäften und Praxen auslegen“, kündigt Koordinatorin Christine Hölzmann an. Erforderlich sind 2.500 Unterschriften. Käme es zu einem Bürgerentscheid, wären alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren stimmberechtigt.
www.nsg-ententeich.de
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Hans Peter Brodüffel aus Brühl |