Verzögerung
Spielplatz bleibt gesperrt
- Noch ist Geduld gefragt: Der neu gestaltete Spielplatz an der Von-Wied-Straße ist baulich zwar fertig, bleibt nach Angaben der Stadt aber gesperrt, bis die als Fallschutz benötigten Rasenflächen ausreichend angewachsen sind.
- Foto: Stadt Brühl
Anwohner wundern sich über den Bauzaun an der Von-Wied-Straße - die Stadt verweist auf fehlenden Fallschutz durch den Rasen
Brühl. Die Spielgeräte stehen bereit, die Bauarbeiten sind abgeschlossen, der neue Spielplatz an der Von-Wied-Straße macht auf den ersten Blick einen fertigen Eindruck. Trotzdem bleibt der Bauzaun stehen. Genau das sorgt bei Anwohnern für Unverständnis. Auslöser war die Anfrage eines Bürgers aus Brühl-West an die Redaktion. Er berichtete, dass der Spielplatz und der angrenzende Bolzplatz seit Wochen fertig wirkten, Kinder die Anlage trotz Sommerferien und schönem Wetter aber nicht nutzen könnten. Auch auf den zugesandten Fotos waren keine Bauarbeiten mehr zu erkennen.
Auf Nachfrage der Redaktion erklärte die Stadt zunächst, dass der neu eingesäte Rasen noch wachsen müsse. Die Fläche diene zugleich als Fallschutz. Erst wenn sich eine geschlossene Rasennarbe gebildet habe, könne der Spielplatz wieder freigegeben werden. Aufgrund der Witterung werde das noch einige Zeit dauern. Wenig später legte die Stadt mit einer Pressemitteilung nach. Darin heißt es, der neu errichtete Kinderspielplatz sei baulich bereits fertiggestellt und abgenommen. Für eine sichere Nutzung sei allerdings eine belastbare Rasenfläche erforderlich, die in bestimmten Bereichen als Fallschutz diene. Wegen der anhaltenden Trockenheit verlaufe das Wachstum deutlich langsamer als geplant. Die Fläche werde daher regelmäßig bewässert. Einen konkreten Termin für die Eröffnung nennt die Stadt bislang nicht. Hinzu kommt ein weiteres Problem. Nach Angaben der Verwaltung wurde der Bauzaun bereits mehrfach gewaltsam geöffnet. Außerdem seien auf dem Gelände Verunreinigungen durch Müll festgestellt worden. Beides erschwere die Pflege der Fläche und könne die Freigabe zusätzlich verzögern.
Ein Anwohner zeigt sich dennoch skeptisch. Nach einem weiteren Besuch vor Ort schrieb er der Redaktion, die meisten Spielgeräte stünden auf Sandflächen, lediglich an einigen Stellen befinde sich Rasen. Die Begründung der Stadt halte er deshalb für schwer nachvollziehbar.
Fest steht: Der Zaun bleibt vorerst stehen. Die Stadt bittet darum, die Absperrung zu respektieren und das Gelände nicht zu betreten. Ziel sei es, den Spielplatz möglichst schnell in einem sicheren Zustand für Kinder freizugeben.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |