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Unsere Demokratie in Gefahr?
"Gemeinsam für Brühl" lädt zum Austausch ein

Foto: U. Pieper

„Unsere Demokratie“ - das ist das Thema der parteiübergreifenden Brühler Initiative „Gemeinsam für Brühl“ mitten im Bundestagswahlkampf 2025. „Wie steht es um unsere Demokratie? Wie sehen Sie ihren aktuellen Zustand? Sehen Sie unsere Demokratie in Gefahr? Wenn ja, durch wen? Was können wir tun, um die Demokratie zu schützen?“ Mit diesen und anderen Fragen suchten die Mitglieder der kürzlich von der Bundeszentrale für Politische Bildung für „vorbildliches Engagement“ ausgezeichneten Initiative das Gespräch mit Passanten und Passantinnen auf dem Marktplatz in Brühl. „Wir hören zu, fragen nach, nehmen die Menschen und ihre Sorgen ernst“, sagt Sonja Tillmann. Und Uli Pieper ergänzt: „Wahlwerbung für einzelne Parteien kommen nicht von uns. Wir werben dafür, demokratische Parteien zu wählen. Und nicht die, die zwar demokratisch gewählt wurden, im Kern aber demokratiefeindlich und rechtsextrem sind.“ Angeschlossen an die Aktion von „Gemeinsam für Brühl“ hat sich die Katholische Kirchengemeinde Brühl. Sie stellt ein sogenanntes Cafemobil. Damit werden frisch gekochter Kaffee, Milch und Kekse transportiert und angeboten. „Bei ungemütlichen Temperaturen,“ findet Reiner Besse, „lässt es sich bei einem Becher heißen Kaffees doch gleich ganz anders diskutieren.“ Die Nachfrage sprach für sich. „Viele Menschen machen sich Sorgen um unsere Demokratie, sehen sie vor einer Zerreißprobe durch rechtsextreme Kräfte,“ bilanziert Heinz Gabler. „Deren Ziel ist es, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, Migranten und Migrantinnen zum Sündenbock zu machen, gesellschaftliche Vielfalt abzubauen und Europa zu schwächen.“ „Wir sind auf reges Interesse gestoßen,“ ergänzt Ralph-Werner Jeckel, „Gute, ermunternde Gespräche und Dank für unser Engagement, das macht uns Mut, dieses Gesprächsangebot zu wiederholen,“ fügt Kirsten Stuhlsatz hinzu. Natürlich gab es auch andere Stimmen. Passanten und Passantinnen, die die Anwesenheit von zu vielen Migranten und Migrantinnen in Deutschland kritisieren und einen Systemwechsel befürworten. „Auch ihnen hören wir zu“, sagt Ralph Werner Jeckel. „Und schauen dann gemeinsam, welche Möglichkeiten es gibt, auf demokratischem Wege aktiv zu werden, ohne auf Populisten oder gar Rechtsextremisten herein zu fallen." Die „Initiative gemeinsam für Brühl“ hat jetzt auch einen eigenen YouTube-Kanal (https://www.youtube.com/@GemeinsamFuerBruehl). Die Mitglieder werden ihr Gesprächsangebot auch an den folgenden Samstagen bis zur Bundestagswahl fortsetzen. Immer samstags ab 12 h auf dem Markt in Brühl. (Kontakt: www.gemeinsam-fuer-Bruehl)

LeserReporter/in:

Susanne Bourier aus Brühl

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