In Brühl-Badorf
Frauen setzten beim Schützenfest die Maßstäbe
- Die neuen Majestäten und Würdenträger der St. Pantaleon Schützenbruderschaft Badorf-Eckdorf präsentieren sich nach den Wettbewerben gemeinsam mit Gästen und Vertretern der Bruderschaft.
- Foto: Gottfried Schmitz
Neue Königin, neue Schülerprinzessin und eine besondere Ehrung prägen die Festtage der St. Pantaleon Schützenbruderschaft in Badorf-Eckdorf
Brühl-Badorf (mm). Als der Königsvogel nach dem 222. Schuss schließlich fällt, steht fest: In Badorf regieren künftig die Frauen!
Unter acht Bewerbern um die Königswürde setzte sich Saskia Klose beim Königsschießen der St. Pantaleon Schützenbruderschaft 1872 Badorf-Eckdorf durch und sicherte sich die Königskette, an ihrer Seite Ehemann Thomas als Prinzgemahl.,Die weiteren Bestecke gingen an Marie-Christine Breidenbach, Hans Kuhl und Gottfried Schmitz.
Das Schießen um den König der Könige gewann Ute Schmitz, Hubert Kröckel ist neuer Inaktivenkönig.
Brudermeister Lars Hölzer zeigte sich nach den drei Festtagen zufrieden mit Besuch und Ablauf. Für ihn war es das erste Schützenfest in verantwortlicher Position. Bereits zum Auftakt der Festivitäten hatte das amtierende Kaiserpaar Dieter und Claudia Pankratz zum Umtrunk empfangen.
Besonders originell zeigte sich dabei der sogenannte Kindergartenvogel. Der hölzerne Vogel war von Kindern des katholischen Kindergartens gestaltet worden und die 250 Euro Erlös aus dem Spendenschießen kommen dem Förderverein des Kindergartens zugute.
Während bei den Erwachsenen um Titel und Trophäen gekämpft wurde, ermittelte auch der Nachwuchs seine Majestät. Mit dem Luftgewehr schossen die jüngsten Teilnehmer auf einen Sperrholzvogel. Am Ende holte Klaudia Soerensen den Rumpf von der Stange und sicherte sich damit den Titel der Schülerprinzessin.
Eine besonders emotionale Ehrung fand allerdings nicht auf dem Festplatz statt. Weil Marliese Szarata aus gesundheitlichen Gründen nicht am Schützenfest teilnehmen konnte, besuchten Vertreter der Bruderschaft die langjährige Schützin zu Hause.
Seit 40 Jahren gehört sie der Bruderschaft an und habe sich weit über das übliche Maß hinaus engagiert.
Jahrzehntelang leitete sie den Imbissbetrieb, kümmerte sich um die Versorgung bei Veranstaltungen, war aktive Sportschützin und hielt die Damengruppe zusammen. Nicht ohne Grund trägt sie bis heute den Beinamen „Mutter der Kompanie“. Für ihr Engagement erhielt sie eine besondere Auszeichnung.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |
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