Es tut sich was
Der „Gestank“: Meldungen gehen „massiv“ zurück
- Die Lichter der Industrieanlagen prägen nachts die Silhouette des nordöstlichen Rhein-Erft-Kreises am Horizont. Inwzischen hat die Bezirksregierung die Geruchskontrollen in den betroffen drei Städten auch auf Nachtstunden und Wochenenden ausgeweitet.
- Foto: Montserrat Manke
Nach Wochen massiver Beschwerden reagieren die Behörden jetzt sichtbar. Die Zahl der Meldungen geht zurück, die Ermittlungen laufen inzwischen auch nachts und am Wochenende.
Brühl/Erftstadt/Hürth (mm). Wochenlang schien sich beim Thema Geruchsbelästigungen wenig zu bewegen. Aus den drei Städten wurden immer wieder üble Gerüche gemeldet, die Initiative „Uns stinkt‘s“ machte Druck, die Bürgermeister drängten zuständige Behörden zum Handeln. Jetzt meldet sich das Büro des Brühler Bürgermeister Dr. Marco Prokop und schreibt, dass es erstmals sichtbare Reaktionen gebe - und offenbar auch erste Effekte.
Denn nachdem die Zahl der Meldungen aus der Bevölkerung noch bis in die erste Augustwoche zugenommen hatte, geht sie nun aktuell deutlich zurück, heißt es in der Pressemitteilung.
Paralell dazu passt, dass die verstärkten Kontrollen der Bezirksregierung - ausdrücklich auch nachts und an Wochenenden - schon angelaufen sind
Dabei arbeiten Bezirksregierung und Untere Immissionsschutzbehörde des Rhein-Erft-Kreises zusammen, in die Ermittlungen fließen Bürgerhinweise und Beschwerdemeldungen mit ein.
Außerdem bereiten die Behörden gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen weitere Ermittlungen vor. Ziel ist es, mögliche Verursacher der Gerüche sowie bislang unbekannte Geruchsquellen aufzuspüren
Die Hinweise aus der Bürgerschaft seien dabei ein wichtiger Baustein, um mögliche Quellen einzugrenzen und geeignete Maßnahmen gegen die Belastungen zu entwickeln. Brühls Bürgermeister Dr. Marc Prokop. begrüßt die verstärkten Kontrollen und angekündigte systematische Ursachenforschung.
Deshalb bittet die Stadt weiterhin, auffällige Gerüche zu melden. Die Hinweise sollen helfen, die Ursache der seit Mitte Juni immer wieder auftretenden Belastungen endgültig zu finden und dauerhaft zu beseitigen.
Hier geht es zum Formular der Stadt Brühl: https://forms.kdvz.nrw/form/provide/2222/; hier zu der Seite der Initiative „uns stink‘s“: https://uns-stinkts-
huerth.bruehl-heide.de/
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |