Blitzer-Anhänger
Wenn schnelles Fahren besonders teuer wird

Zwei Blitzer-Anhänger, wie dieser Enforcement Trailer in Bad Godesberg, sollen zukünftig von den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis-Gemeinden beschafft werden.  | Foto: AS
  • Zwei Blitzer-Anhänger, wie dieser Enforcement Trailer in Bad Godesberg, sollen zukünftig von den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis-Gemeinden beschafft werden.
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Wachtberg/linksrheinischer Rhein-Sieg-Kreis (as). Auf den Straßen wird weiterhin zu schnell gefahren. Polizei und Rhein-Sieg-Kreis führen seit vielen Jahren Geschwindigkeitskontrollen durch, um Verstöße zu ahnden und die Verkehrssicherheit zu überwachen. Nun wollen auch die linksrheinischen Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg gemeinsam in die Verkehrsüberwachung einsteigen.

Voraussetzung ist, dass alle beteiligten Gemeinden zustimmen und die Bürgermeister die öffentlich-rechtliche Vereinbarung unterzeichnen. Vorgesehen ist eine gemeinsame Bußgeldstelle in Meckenheim. Dort sollen die Radarfotos ausgewertet sowie Verwarnungs- und Bußgeldbescheide verschickt und verwaltet werden. Die Stadt Meckenheim soll dafür das erforderliche Personal bereitstellen. Im Gespräch sind mehrere Vollzeitstellen.

Für die Geschwindigkeitskontrollen sollen zwei Blitzer-Anhänger, sogenannte Enforcement Trailer, angemietet werden. Sie arbeiten mit Laser- beziehungsweise Lidartechnologie. Eine Messung lässt sich lediglich an einem kurz aufleuchtenden roten Licht erkennen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Geschwindigkeitsverstoß bereits dokumentiert.

Die beteiligten Kommunen kalkulieren mit Kosten von rund 690.000 Euro für Personal und Blitzer-Anhänger. Diese sollen zu gleichen Teilen auf die sechs Gemeinden verteilt werden. Gleiches gilt für die erwarteten Einnahmen, die auf knapp 900.000 Euro pro Jahr geschätzt werden.

Die einzelnen Gemeinden sollen festlegen, an welchen Punkten die Blitzer-Anhänger in ihrem Gebiet eingesetzt werden. Als mögliche Standorte werden unter anderem Kindergärten, Schulen, Spielplätze, Altenheime sowie Land- und Kreisstraßen genannt. Die gemeinsame Bußgeldstelle soll die Einsätze koordinieren.

Wenn alle beteiligten Kommunen zugestimmt haben, sollen die Blitzer-Anhänger im Laufe des Jahres 2027 erstmals eingesetzt werden. Dann soll auch die gemeinsame Bußgeldstelle ihre Arbeit aufnehmen. Als vorrangiges Ziel des Projekts wird genannt, die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren und damit die Verkehrsteilnehmenden besser zu schützen.

An alle Verkehrsteilnehmer richtet sich daher der Hinweis, die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten einzuhalten und besonders auf Radfahrer und Fußgänger Rücksicht zu nehmen. Angepasstes Verhalten erhöhe nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Alfred Schmelzeisen aus Bad Godesberg

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