75 Jahre ABK
Verein erweitert Horizonte
- Dr. Irmela Schwartz bedankte sich beim Jubiläumsfest auch bei Christine Crott, die knapp 100 Reisen für die ABK-Mitglieder in den vergangenen Jahrzehnten organisiert hat.
- Foto: AS
Bonn/Bad Godesberg (as). Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung und Kultur Bonn und Umgebung (ABK) feierte in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Der Kulturverein ist aus dem Stadtleben nicht wegzudenken und schlägt mit seinen Mitgliedern jedes Jahr bei zahlreichen Veranstaltungen Brücken zwischen Bildung und Kultur.
Hervorgegangen ist der seit 1971 überregional unter dem Namen ABK bekannte Verein aus der 1951 gegründeten „Sozialistischen Bildungsgemeinschaft Bad Godesberg“. Diese stand in der Tradition der Arbeiterbildungsvereine und zugleich im Zeichen des gesellschaftlichen Neubeginns nach dem Zweiten Weltkrieg. Dank ihrer sehr aktiven Mitglieder entwickelte sich die ABK zu einer anerkannten Institution der Erwachsenenbildung in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Studienfahrten führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den vergangenen Jahrzehnten auf vier Kontinente.
Ziel war es stets, Kenntnisse, Bildung und gute Unterhaltung einem möglichst breiten Bevölkerungskreis zu vermitteln. Im Jahresverlauf gab es dazu viele öffentliche Vorträge, Diskussionen sowie Theater- und Kinovorstellungen, darüber hinaus Ausflüge, Wanderungen und Studienfahrten. Besonders beliebt waren und sind die kombinierten Schiffs- und Radreisen, Reisen zu Zielen in ganz Deutschland sowie Tagesfahrten. Neu ist ein Leserkreis, der sich einmal monatlich in der Geschäftsstelle trifft, wie die ABK-Vorsitzende Dr. Irmela Schwartz erläuterte.
Beim Jubiläumsfest im Rheinhotel Dreesen gratulierte Bürgermeisterin Nicole Unterseh im Namen der Bundesstadt Bonn. Sie lobte die Vielzahl der ABK-Veranstaltungen im Jahresverlauf, die besonderen Studienfahrten mit interessanten Zielen und die persönlichen Begegnungen der Mitglieder, die den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft förderten.
Dass Menschen bei der ABK auf vielfältige Weise ihren Bildungshorizont erweitern können, erläuterte die ABK-Vorsitzende Schwartz. Am Rande der Veranstaltung verwies sie darauf, dass die ABK in den vergangenen Jahrzehnten infolge des Berlin-Umzugs und in den vergangenen Jahren durch die Corona-Pandemie zahlreiche Mitglieder verloren habe. Eine Mitgliedschaft empfiehlt sie jedem, um fit zu bleiben. Für ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gibt es bei den Reisen ein angepasstes Programm sowie Ruhezeiten.
Christine Crott (89), die „Seele“ der ABK, organisierte in den vergangenen Jahrzehnten knapp 100 Mitgliederreisen und gehörte sehr lange dem ABK-Vorstand an. In ihrer Ansprache betonte sie, dass sie durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit für die ABK das freie Sprechen und die Organisation von Reisen gelernt habe. Daraus entstand außerhalb des Vereins die Idee für ihre eigene Reiseagentur, die sie 20 Jahre lang betrieb.
Den Festvortrag zum Thema „Bildung und Kultur in der Gesellschaft vor 75 Jahren und heute“ hielt Elisabeth Einecke Klövekorn, Vorsitzende der Theatergemeinde Bonn. Sie würdigte die ABK in der Region als Garant für den Demokratieaufbau und als Verein für Völkerverständigung, der die halbe Welt bereist habe.
Mit einem Blumenstrauß ehrte der ABK-Vorstand Heidrun Meyer-Heinecke. Sie gehört der ABK seit 1972 an. Zudem präsentierte der Vorstand das Jahresprogramm 2027, das ab sofort erhältlich ist. Musikalisch umrahmt wurde das Fest von Klaviervorträgen der jungen aserbaidschanischen Pianistin Fatima Alieva. Podcast-Redakteurin Anne Preger moderierte die Jubiläumsfeier.
Kontakt: Arbeitsgemeinschaft für Bildung und Kultur Bonn und Umgebung e.V., Prinzenstraße 167, 53175 Bonn, www.abk-bonn.de, Telefon 0228 / 214644.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Alfred Schmelzeisen aus Bad Godesberg |