Bundesweites Projekt
„Komm auf Tour“ in Bonn
- Über das Projekt „Komm auf Tour“ in der Turnhalle des Schulzentrums Tannenbusch informierte sich Schuldezernentin Azra Zürn (vorne rechts sitzend) gemeinsam mit den Organisatoren, Vertretern der Stadt Bonn, den Fördern sowie Kooperationspartnern.
- Foto: Bundesstadt Bonn
Bonn (red). „Was kann ich gut? Was will ich daraus machen? Wie möchte ich einmal leben?“ – um diese Fragen dreht sich das Stärkenprojekt „Komm auf Tour“, das in diesem Jahr erstmals in Bonn Station macht. Rund 720 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen aus elf städtischen Schulen nahmen in der Turnhalle des Schulzentrums Tannenbusch an dem Erlebnisparcours teil.
Das bundesweite Projekt gibt es seit zwölf Jahren. Es wurde unter anderem von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung initiiert und wird in Bonn durch den Förderverein der Sparkasse Köln-Bonn, die Agentur für Arbeit Bonn, die Ließem-Stiftung sowie die NRW-Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation“ unterstützt.
Erlebnisorientierter Parcours
Der Parcours umfasst verschiedene Stationen wie ein Labyrinth, den Zeittunnel, eine Bühne oder die „sturmfreie Bude“. Spielerisch entdecken die Jugendlichen dabei ihre persönlichen Stärken, die in sieben Kategorien unterteilt sind: Rede, Dienste, Ordnung, Fantasie, Zahlen, Hände und „tierisch grüner Daumen“. Diese Kompetenzen sind mit Alltagstätigkeiten und Berufsfeldern verknüpft. Ziel ist es, den Jugendlichen frühzeitig Impulse für eine selbstbestimmte Lebens- und Berufsplanung zu geben – frei von starren Rollenbildern.
Positive Resonanz aus Stadt und Institutionen
Schuldezernentin Azra Zürn informierte sich vor Ort und lobte den Ansatz: „In Gesprächen mit Schulen und Kooperationspartnern im Übergang Schule-Beruf hören wir immer wieder, wie wichtig es ist, Jugendliche frühzeitig in ihrer Orientierung zu unterstützen. Genau hier setzt ‚Komm auf Tour‘ an.“
Elisabeth Smillie, Leiterin des Regionalbereichs Bonn des Fördervereins der Sparkasse Köln-Bonn, betonte: „Das Angebot ermutigt junge Menschen, ihre Talente zu entdecken, stärkt ihr Selbstbewusstsein und eröffnet konkrete Perspektiven.“
Auch Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn, sieht große Vorteile: „Die spielerische Herangehensweise unterscheidet das Projekt von anderen Maßnahmen. Sie erleichtert den Jugendlichen den Einstieg in die Berufsorientierung und kann helfen, den passenden Praktikumsplatz zu finden.“
Die Ließem-Stiftung unterstützt das Projekt vor allem mit Blick auf junge Menschen aus sozial benachteiligten Familien. „Ein Unterstützungsprojekt zum Erkennen der eigenen Fähigkeiten ist besonders für jene wichtig, die aus dem Elternhaus wenig Orientierung erfahren“, erklärte Vorstandsmitglied Joachim Lauer.
Breite Unterstützung und Einbindung
Begleitet werden die Jugendlichen von sogenannten „Reisebegleitern“, die aus unterschiedlichen Ämtern der Stadt Bonn, der Bundesagentur für Arbeit, aus Wirtschaftsunternehmen sowie Jugendhilfeträgern stammen. Sie stehen während des Parcours beratend zur Seite.
Darüber hinaus sind auch Schulen und Familien eingebunden: Lehrkräfte erhalten begleitendes Material für den Unterricht, Eltern werden bei speziellen Abenden über den Parcours informiert und erhalten Anregungen für Gespräche zu Hause.
Mit „Komm auf Tour“ startet Bonn ein Projekt, das bundesweit bereits erprobt ist und nun auch in der Bundesstadt Jugendlichen die Chance gibt, ihre Stärken zu entdecken und selbstbewusst ihren Weg in die Zukunft zu planen.
Weitere Informationen gibt es unter www.komm-auf-tour.de
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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