Hundewiese in der Rheinaue
Interessengemeinschaft sieht Nutzung eingeschränkt
- Spielen an der Leine? Hundebesitzer wissen: Schon wenn nur zwei Hunde miteinander spielen, müssen nach wenigen Sekunden die Leinen entwirrt werden. Mit drei oder mehr Hunden geht das nur in unserem KI-generierten Symbolbild gut.
- Foto: mt/ki
Bonn (red). Die Pflege der Hundewiese in der Rheinaue sorgt bei einigen Hundebesitzern für Unmut. Nach Angaben der Interessengemeinschaft „Erhalt der Hundewiese Rheinaue“ sei das Gras auf der als Hundewiese ausgewiesenen Fläche seit vielen Monaten nicht mehr gemäht worden. Als Grund sei die Erhaltung der Artenvielfalt genannt worden.
Die Interessengemeinschaft kritisiert, dass die Wiese durch den hohen Bewuchs für Hunde nicht mehr vollständig nutzbar sei. Nach ihrer Einschätzung erschwert das hohe Gras das Spielen und Toben der Tiere. Zudem sehen die Hundebesitzer Risiken durch Zecken, Milben, Grannen oder Kletten, die aus ihrer Sicht zu Schmerzen für die Tiere und zu Tierarztkosten führen können.
Nach Angaben der Interessengemeinschaft wurde die Problematik mehrfach an das Bürgerbüro des Oberbürgermeisters sowie an das zuständige Bundesamt herangetragen. Als Reaktion seien verschiedene Hinweise gegeben worden. Demnach werde die Hundewiese weiterhin lediglich zweimal im Jahr gemäht, ökologisch gepflegt und biodivers aufgewertet. Zudem seien Hundebesitzer darauf hingewiesen worden, ihre Tiere auf den niedriger gemähten Wegen laufen zu lassen oder andere Grünflächen mit Flexi- oder Schleppleine zu nutzen. Außerdem sei auf Produkte zum Schutz vor Zecken verwiesen worden. Darüber hinaus sei erklärt worden, dass Hundewiesen eine freiwillige Leistung der Stadt Bonn darstellten.
Die Interessengemeinschaft hält diese Vorschläge für nicht nachvollziehbar. Sie verweist darauf, dass Hunde beim Spielen ausreichend Bewegungsfreiheit benötigen. Zudem seien mehrere spielende Hunde an Schleppleinen aus ihrer Sicht keine praktikable Lösung.
Die Vertreterinnen der Interessengemeinschaft weisen außerdem darauf hin, dass es in Bonn nach ihren Angaben rund 12.000 Hunde gebe und die Stadt jährlich etwa zwei Millionen Euro Hundesteuer einnehme. Zugleich beklagen sie aus ihrer Sicht fehlende Spiel- und Auslaufmöglichkeiten für die Tiere sowie fehlende Kotbeutel in den entsprechenden Spenderboxen.
Mit ihrem Schreiben wirbt die Interessengemeinschaft dafür, dass sich weitere Hundebesitzer mit Eingaben an das Bundesamt oder das Bürgerbüro wenden. Ziel sei es, die Hundewiese in der Rheinaue wieder vollständig nutzbar zu machen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |