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Stolpersteine
Gegen das Vergessen

Gruppenfoto (v. r. n. l.): Thomas Janicke, Kommandant der EhrenGarde der Stadt Bonn - Vaterstädtischer Verein e. V., Dr. Marcus Leifeld, Projektleiter, Archivar und Historiker des Festausschusses BONNER KARNEVAL e. V., die designierte Bonna Petra I. (Schönen), Marlies Stockhorst, Präsidentin des Festausschusses BONNER KARNEVAL e. V. mit Kadettin Clara Grümer und dem Kadetten Dominik Behrendt, Uwe Reichelt, Corpsintendant des Bonner Stadtsoldaten-Corps von 1872 e. V., der designierte Prinz Torsten I. (Janßen) und Kadettencorpsführer Markus Fontaine.	  | Foto: Fotoquelle: Festausschusses BONNER KARNEVAL e. V.
  • Gruppenfoto (v. r. n. l.): Thomas Janicke, Kommandant der EhrenGarde der Stadt Bonn - Vaterstädtischer Verein e. V., Dr. Marcus Leifeld, Projektleiter, Archivar und Historiker des Festausschusses BONNER KARNEVAL e. V., die designierte Bonna Petra I. (Schönen), Marlies Stockhorst, Präsidentin des Festausschusses BONNER KARNEVAL e. V. mit Kadettin Clara Grümer und dem Kadetten Dominik Behrendt, Uwe Reichelt, Corpsintendant des Bonner Stadtsoldaten-Corps von 1872 e. V., der designierte Prinz Torsten I. (Janßen) und Kadettencorpsführer Markus Fontaine.
  • Foto: Fotoquelle: Festausschusses BONNER KARNEVAL e. V.

Bonn (red). Mit der Verlegung von vier Stolpersteinen in der Prinz-Albert-Straße 10 erinnert der Festausschuss Bonner Karneval an die jüdische Familie von Dr. Friedrich und Isabella Schwarz. Die Gedenksteine wurden im Rahmen des Jubiläums „200 Jahre Karneval in Bonn“ gesetzt und sollen an deren Kinder Rosemarie und Arthur erinnern, die als Kadetten dem Bonner Stadtsoldaten-Corps angehörten.

Die Familie war eng mit dem Bonner Karneval verbunden. Beide Kinder nahmen an Karnevalsveranstaltungen teil und engagierten sich im Kadettenkorps. Mit der Machtübertragung an die Nationalsozialisten begann jedoch ihre Ausgrenzung: Die Praxis von Dr. Schwarz wurde boykottiert, die Kinder mussten ihre Schulen verlassen.

1937 floh die Familie in die Schweiz, später gingen die Eltern und der Sohn nach Afrika, während Rosemarie nach England und später in die USA zog. Die Mitglieder der Familie lebten nach dem Krieg in verschiedenen Ländern weiter, hielten aber teilweise den Kontakt zu Bonn.

An der Gedenkveranstaltung nahmen Vertreter des Festausschusses, des Bonner Stadtsoldaten-Corps sowie des designierten Bonner Prinzenpaares teil. In Redebeiträgen wurde an das Leben der Familie Schwarz und an weitere jüdische Bürger erinnert, die mit dem Bonner Karneval verbunden waren und Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden.

Die Stolpersteine sind Teil eines größeren Projekts der Gedenkstätte und des NS-Dokumentationszentrums Bonn, das in diesem Jahr rund 70 Gedenksteine im Stadtgebiet vorsieht. Mit der Aktion will der Festausschuss die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte fördern und einen Beitrag zur Erinnerungskultur in Bonn leisten.

Ergänzend verweist das Projekt auf Angebote wie einen digitalen Karnevalsrundgang am Friedensplatz, der historische Orte und Biografien zugänglich macht.

LeserReporter/in:

Juliane Schmidt-Sodingen aus Bonn

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