Ehepaar Ginster feierte diamantene Hochzeit
Pfarrer Hermanns bereits bei der Goldenen und nun erneut als Seelsorger dabei
- hochgeladen von Manfred Görgen
Ehepaar Ginster feierte diamantene Hochzeit
„Liebe, Glaube und Gottvertrauen“
Pfarrer Hermanns wie bereits vor zehn Jahren bei der Goldenen erneut dabei
Von Manfred Görgen
Bad Münstereifel-Mahlberg. Lobesworte von der Kanzel der Kirche in Mahlberg an ein Jubelpaar:
Heutzutage, so Pfarrer Christian Hermanns, würden viele Ehepaare viel zu früh ihre Ehe aufgeben. Sich leider oft schon nach wenigen Jahren trennen. Bei manchen möge diese Entscheidung vielleicht richtig sein. Aber es gelte auch ein Zusammenhalten lernen in manch kniffligen Situationen im Leben.
„Liebe, Glaube und Gottvertrauen“. Das sind die drei wichtigsten Stützpfeiler im Leben eines Mahlberger Ehepaares. Nämlich das von Margarete und Ludwig Ginster, deren starker Glaube sie durch das lange und inzwischen 60 Jahre gemeinsame Leben geleitet haben.
Gab es noch vor zehn Jahren passend zur goldenen Hochzeit des Ehepaares Ginster zu deren Freude reichlich goldig leuchtenden Ginster. Jetzt zehn Jahre später zur kaum erhofften und selten gewordenen Diamantenen, neben einem schmucken Blumenstrauß von Ehemann Ludwig auch noch einen dicken Kuss für seine geliebte Margarete. Danch reichlich Applaus von den zahlreichen Kirchenbesucher.
Reichlich geschmückt aus Anlass der diamantenen Hochzeit nicht nur die Hauseinfahrt, der Vorgarten, sondern auch das Kirchenportal von St. Hermann Josef in Mahlberg an der Bielengasse. Und nicht nur die Nachbarschaft hatte sich viele Mühe gegeben.
Und dem inzwischen seelsorgerisch andere Wege gehenden ehemaligen Bad Münstereifeler Pfarrer Christian Hermanns war es sichtlich eine große Freude, zehn Jahre nach der goldenen Hochzeit, nun auch die diamantene Hochzeit mit einer Messe in Begleitung einer Schar Messdiener zelebrieren zu dürfen.
„Als wäre es gestern gewesen“, so der Geistliche. Und auch der hinterfragte in seiner Predigt, wo die zehn verflossenen Jahre geblieben sind. Und nach dem Segen des Paares meinte Christian Hermanns dann mehr scherzhaft: „Früher habe man immer gesagt, wenn eine grüne Hochzeit vollzogen war, dass sich das Paar nun küssen dürfe. Das ließen sich Margarete und Ludwig Ginster nicht zweimal sagen. Gaben sie sich auch zur Freude und aller applaudierenden Kirchenbesucher einen herzhaften Kuss.
Nicht nur das Jubelpaar, auch Tochter Mechthilde hatte mit dafür gesorgt, dass der für die Münstereifeler Kirchengemeinde viele Jahre verantwortliche Pfarrer und Vorgänger vom jetzt Leitenden Pfarrer Robert Regeo nach Rücksprache im Pfarramt die Trauzeremonie nach sechs Jahrzehnten Ehe vornehmen durfte.
Ein paar Worte zu Christian Hermanns: Schnell hatte damals Pfarrer Hermanns festgestellt, dass er überhaupt kein Verwaltungsseelsorger sein möchte. Für ihn käme nur eine umfangreiche Seelsorge mit den Menschen infrage. Schon vor einigen Jahren hat er sich aus Liebe und Verbundenheit zur Eifel ein Eigenheim in Schönau gekauft. In damals berei8ts weiser Voraussicht, um dort in späteren Jahren seinen Lebensabend verbringen zu können.
Dann ging es auf einmal ziemlich schnell: Statt Verwaltungsmann ohne Ende und andere priesterlichen Aufgaben in Bad Münstereifel und danach für kurze Zeit im Erftkreis, scheint Hermanns nun seine seelsorgerische Berufung und Erfüllung gefunden zu haben. Er ist inzwischen nicht nur als Seelsorger im offenen Vollzug des Erlenhofs in Euskirchen, sondern auch für die Inhaftierten einer Strafanstalt in St. Augustin und in der Vollzugsanstalt in Rheinbach zuständig.
Es war auch Dank Pfarrer Hermanns und der sich ebenfalls stark engagierenden Tochter des Jubelpaares Mechthilde Lingscheid, eine sehr würdige Hochzeitsmesse.
Für den musikalischen Genuss zwischendurch und beim Auszug des Jubelpaares, sorgten an der Orgel Maria Haag und als Flötistin Katrin Luxen auch mit Gesang.
Und weil das Jubelpaar beim Auszugslied gebannt dem Lied bis zum Schluss lauschten und ergiffen und hrfürchtig stehen blieben, wurde das „Auszugslied“ gleich zweimal gespielt.
Danach standen die Menschen vor der Kirche zur Gratulationscour und zum Gruppenfoto parat.
Damit alles bestens auch für dieses erneut große Fest zehn Jahre nach der Goldenen in die Tat umgesetzt werden konnte, hatten sich die beiden Töchter von Margarete und Ludwig Ginster stark ins Zeug gelegt und vorbereitet. „Ein erneut kleines Dankeschön an unsere Eltern, die für uns im Leben immer da waren und viel für uns getan haben“.
Zur Familie mit mehreren Enkelkindern zählt auch Johannes Lingscheid. Der heute 14jährige, der auch zur Schar der zahlreichen Messdiener bei dieser besonderen Feier in der Kirche zählte.
Eigens zu Ehren des Jubelpaares fand in der Kirche die Messe statt. Wurde das diamantene Brautpaar von Pfarrer Christian Hermanns mit um die Hände gelegte Stola gesegnet. Lobte dieser nicht nur die gebürtig aus Mahlberg stammende Margarete. Natürlich auch deren Mann Ludwig für die seit vielen Jahrzehnten starke Verbundenheit zur Kirche. Diese sollten sie auch weiterhin im Leben beibehalten und pflegen.
Während die heute 80Jährige Margarete Ginster auch durch ihren Chorgesang bekannt wurde, kann der 85Jährige Ehemann Ludwig mit großem Stolz auf zahlreiche Jahre ehrenamtlicher Tätigkeiten im Kirchenvorstand zurückblicken.
Zum Kennenlernen und zur großen Liebe von Margarete und Ludwig vor über 60 Jahren, kam es damals Dank Bruder Siegfried von Margarete Ginster, geborene Haag.
Fast auf den Tag genau wie vor 60 Jahren (28. Mai) wurde jüngst die diamantene Hochzeit würdevoll gefeiert. Damals hatte es beim Auszug aus dieser Kirche gehagelt und geschneit. Daher gibt es kaum ein schöne Fotos von diesem Ereignis.
Jüngst blieb es bei ein paar dunklen Wolken und einigen Sonnenstrahlen.
Der ursprünglich aus dem wenige Kilometer von Mahlberg entfernten Hünkhoven stammende Ludwig Ginster, lernte in jungen Jahren das Schuhmacherhandwerk. Machte sogar seinen Meister. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war er beim Landschaftsverband Rheinland tätig. Die meiste Zeit über unter anderem als Erzieher im damaligen Erlenhof in Euskirchen.
Ludwig und Margarete Ginster sind bekannt dafür das in ihrem Leben Reisen dazugehört. Lieben sie die Berge, aber auch Küstenlandschaften. Und wie bereits vor zehn Jahren wurde auch jüngst im Kreis der Familie, Freunden und Bekannten die Diamantene Hochzeit im Hotel und Restaurant „Zur Wasserscheide“ – zwischen Mahlberg und Esch gelegen - gefeiert. Fotos und Text Copyright Manfred Görgen / mg / Pressebüro MaGö
LeserReporter/in:Manfred Görgen aus Bad Münstereifel |
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