Feuerwehr Wiehl
Moderne Drehleitern für Einsätze in der Höhe
- Die symbolische Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Ulrich Stücker (r.)
- Foto: Christian Melzer
Wiehl (red). Die Feuerwehr in Wiehl ist künftig mit zwei neuen Drehleiter-Fahrzeugen besser für Einsätze in großer Höhe aufgestellt. Die Drehleitern sind an den Standorten Oberwiehl und Drabenderhöhe stationiert und ersetzen ein älteres Fahrzeug.
Übergeben wurden die Fahrzeuge am Feuerwehrgerätehaus in Oberwiehl durch Bürgermeister Ulrich Stücker. Die Stadt investierte insgesamt rund 2,15 Millionen Euro in die Neuanschaffungen. Bei der Übergabe dankte der Bürgermeister den ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen für ihren Einsatz sowie dem Stadtrat für die Bereitstellung der Mittel. Auch Stadtbrandinspektor Jens Schmidt hob die Bedeutung der neuen Drehleitern hervor. Er verwies darauf, dass Drehleitern den zweiten Rettungsweg sichern und insbesondere bei Gebäuden mit mehr als zwei Obergeschossen erforderlich sind. Die vorgeschriebene Eintreffzeit von acht bis zehn Minuten könne in den Bereichen Wiehl/Oberwiehl und Drabenderhöhe nur durch zwei Fahrzeuge eingehalten werden. Unterstützt werden die Einsätze von den Einheiten aus Bomig, von wo aus ebenfalls ausgerückt wird.
Technisch sind die neuen Drehleitern deutlich leistungsfähiger als das Vorgängermodell. Sie können jeweils von zwei statt bisher mindestens drei Personen bedient werden und verfügen über ein Gelenkteil, mit dem auch schwer zugängliche Bereiche erreicht werden können. Die Rettungskörbe bieten Platz für bis zu fünf Personen mit einem Gesamtgewicht von maximal 500 Kilogramm.
Darüber hinaus sind die Fahrzeuge mit einer Zusatzausrüstung zur Rettung einzelner Personen bis zu einem Gewicht von 300 Kilogramm ausgestattet. Elektrisch betriebene Wasser- und Schaumwerfer ermöglichen den Einsatz auch ohne Personal im Korb, zudem sorgt eine integrierte LED-Beleuchtung für Licht ohne zusätzlichen Stromerzeuger. Die Leitern erreichen eine Höhe von 23 Metern und können auch für Rettungen aus der Tiefe eingesetzt werden. Stadtbrandinspektor Schmidt wies zugleich auf den hohen Ausbildungsaufwand und die zusätzliche Belastung für die Feuerwehr hin. Dennoch bedeuten die beiden Drehleitern aus seiner Sicht einen deutlichen Sicherheitsgewinn für die Bevölkerung. In einzelnen Bereichen, etwa in Oberbantenberg, wird weiterhin auf Unterstützung aus der Nachbarkommune Dieringhausen zurückgegriffen.
Redakteur/in:Kristina Franke aus Sankt Augustin |