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Waldkonzert der Musikschule Dormagen
Ein Festival unter freiem Himmel

Das Akkordeonorchester der Musikschule Dormagen unter Leitung von Ruthilde Holzenkamp spielt im Tannenbusch beim Waldkonzert.  | Foto: Anita Brandtstäter
  • Das Akkordeonorchester der Musikschule Dormagen unter Leitung von Ruthilde Holzenkamp spielt im Tannenbusch beim Waldkonzert.
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Dormagen/Wesseling: Der Wetterbericht hatte nichts Gutes verheißen: Regenwahrscheinlichkeit hoch, Temperaturen nur knapp über 17 Grad. Und doch – das Waldkonzert der Musikschule Dormagen im Tannenbusch am Sonntag fand statt und wurde zu einem musikalischen Highlight. Unterstützt von der Bürgerstiftung Dormagen und Laufenberg Immobilien, bot die Veranstaltung ab 11 Uhr ein abwechslungsreiches Programm, das die Bandbreite der Musikschule eindrucksvoll zeigte. Zur Begrüßung konnte Dieter Frankenstein, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Musikschule, zahlreiche Besucher willkommen heißen. Im Tierpark im Tannenbusch fand auch zeitgleich ein Flohmarkt statt. Er sammelte zum Ende der Auftritte dann mit dem Körbchen Spenden.

Den musikalischen Auftakt gestaltete das Sammelsurium Orchester unter der Leitung von Ruthilde Holzenkamp. In der ungewöhnlichen, farbigen Besetzung – Akkordeon, Klarinette, Saxophone, Horn, Tuba, Gitarre und Cajon – machte das Ensemble mit Spielfreude deutlich, dass in Dormagen musikalische Kreativität großgeschrieben wird.

Im Zentrum: Das Akkordeonorchester der Musikschule

Gegen 12:15 Uhr folgte der mit Spannung erwartete Auftritt des Akkordeonorchesters – ebenfalls unter Leitung von Ruthilde Holzenkamp. Und das Wetter hielt: Sogar die Sonne zeigte sich hin und wieder, als die Musikerinnen und Musiker ihr rund 45-minütiges Programm präsentierten. Präzise im Zusammenspiel, hochkonzentriert und zugleich voller Spielfreude, überzeugte das Orchester durch seine stilistische und klangliche Vielfalt.

Den Beginn markierte ein konzertanter Block mit "Palladio" von Karl Jenkins (Arr. Ronny Fugmann) – eine strahlende Interpretation des bekannten Werkes, das vielen aus der Diamantenwerbung vertraut ist, und der "Rojo Tango" von Pablo Ziegler (Arr. Hans-Günther Kölz) – leidenschaftlich, rhythmisch intensiv, geprägt von der Nähe des Komponisten zu Astor Piazzolla, in dessen Quintett er etliche Jahre spielte. Danach ging es schwungvoll weiter: "The Girl From Ipanema" von Antonio Carlos Jobim (Arr. Marc-Oliver Brehm) brachte brasilianisches Lebensgefühl in den Tannenbusch – das Schlagzeug verlieh dem weltbekannten Bossa Nova zusätzlich Drive. Es folgte ein Medley "Les Misérables" von Claude-Michel Schönberg mit sieben Songs aus dem bis heute in London gespielten Musical, das das Publikum auf eine emotionale Reise mitnahm.

Ein kammermusikalischer Ruhepunkt entstand mit "Plaisir d'Amour von Giovanni Battista Martini (Arr. Hans-Günther Kölz), sensibel interpretiert ohne Schlagzeugbegleitung – ein Stück aus dem 18. Jahrhundert, Padre Martini soll auch Mozart unterrichtet haben. Das anschließende Pop- und Rock-Repertoire bekam besonders viel Beifall: "Chanson d’amour" von The Manhattan Transfer (Arr. Rudi Braun) – charmant und beschwingt, "Viva la Vida" von Coldplay (Arr. Rudi Braun) – energiegeladen und mitreißend, "Don’t Stop Me Now" von Queen (Arr. Hans-Günther Kölz) – ein fulminanter Höhepunkt, der die ganze Klasse des Akkordeonorchesters 'rüberbrachte.

Unterstützt wurde das zehnköpfige Orchester von Schlagzeuger Sebastian Bauer, der nicht nur rhythmisch glänzte, sondern auch mit seinem jugendlichen Assistenten für die Tontechnik sorgte. Das Publikum war begeistert und erklatschte sich eine Zugabe: Das brasilianische Highlight "The Girl from Ipanema" rundete die heitere Stimmung perfekt ab. Im Anschluss bereicherte noch ein Gitarrenduo das insgesamt dreistündige Programm. Das Akkordeonorchester Dormagen erwies sich einmal mehr als Aushängeschild der Musikschule. Mit ausgezeichnetem Zusammenspiel, stilsicher ausgewählten Arrangements und einer Begeisterung für das Instrument Akkordeon präsentierten die Musikerinnen und Musiker eine Werkschau, die in Erinnerung bleibt.

LeserReporter/in:

Anita Brandtstäter aus Köln

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