Besuch in der alten Heimat
Arzt, Musiker, Publikumsliebling
- Der frühere Wesselinger Arzt Stephan Rodtmann (2.v.r.) kehrte beim Wohnzimmerkonzert des Vereins RheinKlang 669 auf die Bühne zurück. Gemeinsam mit dem international besetzten Ensemble „Brazilian Love Affair“ begeisterte er das Publikum in Mines Spatzentreff.
- Foto: Anita Brandtstäter
RheinKlang 669 verbindet Konzertabend und Hilfe für Brasilien
Wesseling (mm/ab). Als Stephan Rodtmann die Bühne in Mines Spatzentreff betrat, dürften viele Gäste nicht nur den Musiker gesehen haben. Denn der ehemalige Wesselinger Arzt ist in der Stadt bis heute bestens bekannt. Umso größer war die Freude, ihn nun als Teil des international besetzten Ensembles Brazilian Love Affair in der Stadt am Rhein wiederzusehen.
Das 92. Wohnzimmerkonzert des Vereins „RheinKlang 669“ lockte so viele Besucher an, dass nicht alle einen Platz im Innenraum fanden.
Aber wer rechtzeitig reserviert hatte, erlebte einen Abend voller Spielfreude, Begegnungen und musikalischer Vielfalt. Gemeinsam mit Sängerin Ulrike Handler, dem brasilianischen Perkussionisten Laurinho Bandeira de Souza und dem ungarischen Bassisten Kristóf Szimán präsentierte Rodtmann ein Programm, das brasilianische Rhythmen, internationale Pop- und Rockmusik sowie kölsche Klassiker miteinander verband. Besonders die Mitsingpassagen sorgten für ausgelassene Stimmung. Spätestens bei den kölschen Liedern wurde deutlich, dass die Gäste nicht nur zuhören wollten. Viele sangen ganze Strophen mit und verwandelten das Konzert in ein gemeinsames Erlebnis.
Dass solche Abende überhaupt möglich sind, ist vor allem dem ehrenamtlichen Engagement des Vereins RheinKlang 669 zu verdanken. Seit Jahren organisiert das Team die beliebten Wohnzimmerkonzerte und bringt unterschiedlichste Künstler nach Wesseling. Auch diesmal ging es um mehr als Musik. Unter dem Motto „Eintritt frei - der Hut geht rum“ sammelte der Verein Spenden für das Haus der Barmherzigkeit in Santo Amaro da Imperatriz in Brasilien, wo Kranke kostenlos behandelt werden.Zum Abschluss dankte RheinKlang-Mitbegründer Hoppel Grassmeier den Musikern und Gastgeberin Mine Murzoglu, die ihre Räume regelmäßig für die Konzertreihe zur Verfügung stellt. Die Künstler wiederum fühlten sich in Wesseling so wohl, dass bereits über ein Wiedersehen im Sommer 2027 nachgedacht wird.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |