E.-coli-Bakterien
Keime im Trinkwasser:
Was jetzt für Wesseling gilt
- Nach dem Nachweis von E.-coli-Bakterien im Wasserwerk Urfeld laufen Untersuchungen zur Trinkwasserqualität. Für Wesseling gilt weiterhin ein Abkochgebot.
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Abkochgebot besteht weiter - viele Bürger fragen sich, was im Alltag noch erlaubt ist
Wesseling. Ein Glas Wasser aus dem Hahn, die Spülmaschine einschalten oder die Zähne putzen: Viele Menschen in der Stadt am Rhein fragen sich seit dem Wochenende, was nach dem Nachweis von E.-coli-Bakterien im Wasserwerk Urfeld noch erlaubt ist. Für das gesamte Stadtgebiet gilt weiterhin ein Abkochgebot. Das Wasser muss vor dem Trinken, der Zubereitung von Speisen und dem Zähneputzen sprudelnd abgekocht und anschließend wieder abgekühlt werden. Die Stadtwerke haben für Fragen eine Hotline unter 02236/94420 eingerichtet.
Nach Angaben des Rhein-Erft-Kreises wurden die Bakterien im Wasserwerk Urfeld nachgewiesen. Die Ursache wird noch untersucht, abschließende Untersuchungsergebnisse liegen bislang nicht vor. Das Abkochgebot bleibt deshalb bis zu einer ausdrücklichen Entwarnung bestehen.
Was darf ich - was nicht?
Viele Alltagsfragen sind in der bisherigen Mitteilung allerdings nicht beantwortet. Bei vergleichbaren Fällen in anderen Kommunen durften Bürger das Leitungswasser weiterhin zum Duschen, Baden, Wäschewaschen und für die Toilettenspülung nutzen. Dabei sollte das Wasser jedoch nicht geschluckt werden und möglichst nicht mit offenen Wunden in Kontakt kommen.
Auch Geschirrspüler werden bei vergleichbaren Abkochgeboten häufig weiterhin als unproblematisch eingestuft, sofern die Geräte bei mindestens 60 Grad arbeiten. Für das Spülen von Hand wird dagegen teilweise empfohlen, abgekochtes Wasser zu verwenden. Eine konkrete Auskunft für Wesseling liegt bislang noch nicht vor.
Auch Bornheim betroffen
Betroffen ist auch die Nachbarstadt Bornheim, die teilweise mit Wasser aus Urfeld versorgt wird. Dort wurde ebenfalls vorsorglich ein Abkochgebot ausgesprochen. Die zuständigen Behörden gehen derzeit davon aus, dass mehrere unauffällige Wasserproben erforderlich sind, bevor eine Entwarnung erfolgen kann.
Die Redaktion hat dem Rhein-Erft-Kreis weitere Fragen zu Geschirrspülern, Haushaltsreinigung, Wäsche, Haustieren und weiteren Alltagssituationen geschickt. Sobald Antworten vorliegen, werden wir darüber berichten.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |