Integration im Kreis
Ukrainische Community für bessere Strukturen
- Das volle Cafe Caritas während der Veranstaltung: Die Teilnehmenden sind in reger Diskussion und tauschen Erfahrungen aus.
- Foto: Olena Pavlovtseva
Euskirchen (rb). Mehr als 40 Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Kreis Euskirchen kamen am 19. Februar zum Informationsabend der Initiative „Recht und Gerechtigkeit“ im Caritas Café International. Das Interesse war so groß, dass die Registrierung zeitweise gestoppt werden musste. Zusätzliche Tische und Stühle wurden kurzfristig aufgestellt, um allen Teilnehmenden Platz zu bieten.
Im Mittelpunkt stand Oksana Litovka, Integrationsbeauftragte der Initiative. Sie machte deutlich, dass Integration weit über die bloße Aufnahme einer Arbeit hinausgeht. Zwar arbeitet die Mehrheit der Anwesenden bereits oder verfügt über Erfahrung auf dem deutschen Arbeitsmarkt, dennoch bestehen weiterhin erhebliche Hürden bei Arbeitsverträgen, Behördenangelegenheiten und administrativen Abläufen.
Mykola Pavlovtsev, Initiativleiter des Initiativkreises und Mitglied des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Euskirchen, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden: „Als Initiativleiter und Mitglied des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Euskirchen möchten wir mit den kommunalen Behörden zusammenarbeiten, um Menschen mit Migrationshintergrund die notwendige Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben und gleiche Chancen in der Gesellschaft zu gewährleisten.“
Bereits eine Woche vor der Veranstaltung hatte Litovka die Petition „Unterstützung für ukrainischsprachige Geflüchtete im Kreis Euskirchen“ gestartet, die inzwischen von mehr als 200 Menschen unterzeichnet wurde. Ziel ist es, kommunale Stellen auf konkrete Integrationshindernisse aufmerksam zu machen und strukturelle Verbesserungen anzustoßen – insbesondere bei Behördenangelegenheiten, beim Zugang zu Arbeitsmarktinformationen sowie bei der Begleitung älterer Geflüchteter. Die hohe Beteiligung wird als deutliches Zeichen für eine aktive, engagierte und wirtschaftlich integrierte ukrainische Community im Kreis gewertet.
LeserReporter/in:Ruben Bartsch aus Köln |