Naturschutzprojekt
Neue Biotopgewässer für die Grüne Mitte
- Die Natur am Butterberg.
- Foto: Stadt Sankt Augustin
Sankt Augustin . In der Grünen Mitte von Sankt Augustin entstehen neun neue Biotopgewässer. Der Förderantrag zur Erweiterung der drei Biotopkomplexe „Im Heidfeld“, „Fey’s Streuobstwiese“ und „Am Butterberg“ in Menden ist genehmigt worden. Damit werden die bestehenden Naturschutzprojekte weiterhin durch das Land Nordrhein‑Westfalen gefördert.
Mit den zusätzlichen Maßnahmen sollen die bisherigen Erfolge im Naturschutz gesichert und weiter ausgebaut werden. Die drei Biotopkomplexe erhalten insgesamt neun neue Gewässer, die durch begleitende Landlebensraumstrukturen ergänzt werden. Ziel ist es, die Verweildauer von Tieren in Gewässernähe zu erhöhen und die Sterberate bei Frühjahrswanderungen durch zusätzliche Versteckmöglichkeiten zu senken. Von den Maßnahmen sollen nicht nur Amphibien und Reptilien profitieren, sondern die gesamte Flora und Fauna. „Gewässer ziehen nämlich auch Prädatoren an“, erklärt Diplom‑Biologe Andreas Fey. Im Gebiet habe die Zahl der Füchse merklich zugenommen. Im vergangenen Jahr seien zudem erstmals Waschbären gesichtet worden. Im Rahmen der Arbeiten sollen mehrere Tonnen Ahr‑Grauwacke auf Sandlöchern und Sandschüttungen aufgebracht werden. So sollen weitere ökologisch hochwertige Bereiche für Reptilien, Amphibien und trockenheitsliebende Pflanzen entstehen. Als Substrate für die neuen Gewässer sind Tone aus der Tongrube Niederpleis sowie Flusskiese vorgesehen. Die Naturschutzflächen in der Grünen Mitte stoßen inzwischen auch überregional auf Interesse. Bundesweit gebe es Anfragen von Umwelt‑ und Planungsbüros, die ihre Mitarbeitenden zu Fortbildungen im Biotopbau oder in der Kartierung von Amphibien und Reptilien nach Sankt Augustin entsenden möchten. Die hohe Zahl streng geschützter Arten ermögliche es, auf kleinem Raum praktische Kenntnisse zu erweitern. Neben dem fachlichen Nutzen profitieren nach Angaben von Andreas Fey auch die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Grünen Mitte von der abwechslungsreichen Kulturlandschaft und der hohen Artenvielfalt.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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