Die Gemeindewerke investieren
Bauvorhaben wird in Rekordzeit realisiert
- Im Schatten der evangelischen Kirche wächst hier binnen kurzer Zeit das Stahltragwerk der neuen Lagerhalle mit untergeordneter Werkstattfunktion.
- Foto: Steimel
Ruppichteroth. Man kann das Baugrundstück an der B478 schon als historisch relevant einstufen, wenn man in die Geschichte dieses Areals schaut. Hier gab es vor 100 Jahren bereits ein „Huwilcenter“. Mit Huwil jedoch nichts zu tun, aber eine Anhäufung von Gewerbe-
betrieben unmittelbar an der Brölstraße gab es hier damals schon. Namen wie Zünder, Repsch, Stumm oder Gebr. Heinrichs plus das Hotel „Zur Krone“ waren hier ansässig mit Radio- & Fernseh-, Fahrrad- & Motorradwerkstatt sowie Autoreparatur, letztlich Hotel mit Übernachtungsbetrieb und Kegelbahn.
In den Jahren 1926 bis 1945 wurde hier der erste Tennisplatz gebaut und dieser Sport intensiv betrieben. Tennisclub Rot-Weiß nannten sich die Sportler, bekannte Ruppichterother Namen findet man in Aufzeichnungen. In den Jahren 1951 bis 1963 erfreute hier ein Kinosaal die Ruppichterother Bevölkerung. Später wurde ein Verbrauchermarkt errichtet, nach einem Brand mit Totalschaden im Hotelgebäude. Der Verbrauchermarkt wurde umfunktioniert in einen Getränkemarkt, bis die Gemeindewerke Ruppichteroth als Käufer auftraten, um Technik und Verwaltung zusammenzuführen. Altgebäude wurden abgetragen, neue konzipiert vor dem Hintergrund, die Standorte der Gemeindewerke in Ruppichteroth und Schönenberg zusammenzulegen.
Jetzt wird mit dieser Lösung ein logistischer „Schuh“ draus, um es salopp zu sagen. Im Zuge des Bauvorhabens wird parallel der Fuhrpark (8 Fahrzeuge) Schritt für Schritt auf E-Technik umgestellt. Die neue Halle ist ein Stahltragwerk mit Sandwich-Isowandfassade, nutzbar bzw. befahrbar über drei Sektionaltore. Die Nutzfläche beträgt 219 Quadratmeter. Lediglich eine kleine Werkstatt sowie der WC-Bereich sind beheizt, ansonsten ist dies eine Kalthalle unter dem Gesichtspunkt, das es eine Garage ist. Sechs Mitarbeiter sind im technischen Bereich unterwegs, jeder ausgestattet mit einem Notebook. Bei Arbeitsbeginn können notwendige Büroarbeiten in den Büroräumen des Verwaltungsgebäudes nebenan erledigt werden. Ansonsten sind alle im Außendienst beschäftigt.
Das Bauvorhaben wird in Rekordzeit realisiert, von Bauantragsplanung im Oktober 2025 bis zum Einzug im September 2026 wird nicht einmal ein Jahr vergangen sein. Zusammengefasst sieht der Geschäftsführer der Gemeindewerke, Rolf Hänscheid dieses Projekt als Neubau einer funktionalen, wirtschaftlich geplanten Lager- und Fahrzeughalle in Stahlbauweise mit einem Investitionsvolumen von rund 400.000 Euro netto.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth |
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