Kirchenrenovierung abgeschlossen
Festgottesdienst in St. Maria Magdalena
- 15. Juni 2026, 14:22 Uhr
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- Schlicht, aber dennoch warm zeigt sich das kleine Gotteshaus auf dem „Schönen Berg“ wie es in der Sage zum Ruppichterother Wappen zu lesen ist.
- Foto: Steimel
- hochgeladen von RAG - Redaktion
Schönenberg. Die „Notunterkunft“ katholisches Pfarrheim, das seit Oktober 2025 für Gottesdienste in Schönenberg genutzt wurde, hat ein Ende. Die Restaurierungsarbeiten der katholischen Kirche Sankt Maria Magdalena haben einen überaus positiven Abschluss gefunden.
Um diese aufwendigen Arbeiten gebührend abzuschließen, hat sich das Gemeindemitglied Martin Biallas, der beim Domradio arbeitet, auf dem Katholikentag in Würzburg aktiv eingesetzt. Dort wurde das größte Weihrauchfass der Welt präsentiert. Biallas konnte einen Kontakt herstellen und dieses Gerät leihweise für die festliche Kircheneröffnung in Schönenberg gewinnen. So widmeten sich die vier Pastöre mit den Messdienern zunächst diesem kirchlichen Ritual und der Rauch setzte das Zeichen: Das monatelange Provisorium hat ein Ende, unsere schmucke kleine Kirche zeigt sich wieder im Festgewand.
So war es schon selbstverständlich, dass „Ein Haus voll Glorie schauet“, als Eingangslied gewählt wurde. Der leitende Pfarrer Josef Gerards erfreute sich ebenfalls an der schlichten, aber doch beeindruckenden Renovierung, er findet die ganze Kirche jetzt „aufgeräumter“.
Sinnvolle Ergänzungen wurden geschaffen. Unter den Sitzbänken gibt es nun Holzpodeste, die Bankkissen haben Sitzheizungen und an der jeweiligen Rückseite der Vorderbank sind Infrarotstrahler montiert. Diese Arbeiten wurden vom Erzbistum mit der Bezeichnung „Schöpfungsverantwortung“ betitelt, außerkirchlich würde man es Nachhaltigkeit nennen. Die wertvolle Klaisrogel wurde gereinigt, alle Heiligenfiguren haben einen Ausflug nach Köln unternommen und wurden dort fachgerecht restauriert. Ein Möbelstück aus der Kirche musste jedoch entsorgt werden. Der Beichtstuhl war so veraltet, ob durch Sünden oder nur aufgrund des Alters, er musste entsorgt werden. Die neue Beichtgelegenheit, quasi ein Beichtzimmer, wird jetzt in den Ursprung des Gotteshauses verlagert, in die kleine Kapelle unmittelbar neben dem Hochaltar.
Ein passendes Geschenk hatte dann auch der ehemalig Pfarrvikar Karl-Josef Nies der Kirche geschenkt. Er ist Hobbydrechsler und aus Bauteilen der alten Kommunionbank hat er stilvolle Kerzenleuchter gedrechselt, die nun das Bild am Altarraum bereichern.
Auch dem Kirchenchor merkte beziehungsweise hörte man die Freude an, wieder im Gotteshaus singen zu können - zur Feier des Tages verstärkt mit Sängern aus Winterscheid. Nach dem Gottesdienst durfte jeder mal „seine“ Kirche inspizieren. Alle Türen waren auf und draußen war zudem gerichtet für Geselligkeit, Essen und Trinken, feierte man zusätzlich auch die Gründung der Pfarrgemeinde vor fast 160 Jahren als Pfarrfest.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth |
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