Brücken-Desaster in Bonn
KSG warnt erneut vor Überlastung der Rodenkirchener Brücke
- Die Rodenkirchener Brücke in Köln wird zur Ausweichbrücke für Bonn. Die KSG kritisiert die Stadt Köln
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Vollsperrung der Bonner Nordbrücke verschärft Verkehrsprobleme im Kölner Süden
Die Wählergemeinschaft Kölner StadtGesellschaft (KSG) sieht sich durch die heute angeordnete Vollsperrung der Bonner Nordbrücke in ihrer Kritik und ihren Warnungen vom Februar 2026 bestätigt.
Bereits vor vier Monaten hatte die KSG davor gewarnt, dass die Sperrung der Bonner Nordbrücke für den Schwerlastverkehr zu einer erheblichen Verlagerung des Verkehrs nach Köln führen werde. Insbesondere die Rodenkirchener Brücke und die A555 wurden damals als überlastete Ausweichstrecken benannt.
Mit der heutigen Vollsperrung für den gesamten motorisierten Verkehr verschärft sich die Lage deutlich. Zehntausende Fahrzeuge aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis müssen auf alternative Rheinquerungen ausweichen. Die Hauptlast wird erneut auf die Rodenkirchener Brücke und die A555 verlagert.
Torsten Ilg (KSG-Politiker): Wir haben vor Monaten das Desaster vorausgesagt
„Was wir im Februar vorausgesagt haben, tritt nun ein. Bonn schiebt sein Verkehrsproblem weiter nach Köln. Die Leidtragenden sind die Menschen im Kölner Süden, die Pendlerinnen und Pendler sowie die Anwohner entlang der Ausweichstrecken“, erklärt Torsten Ilg, Co-Fraktionsvorsitzender der FDP/KSG-Fraktion in der Bezirksvertretung Köln-Rodenkirchen.
Nach Auffassung der KSG droht insbesondere im Berufsverkehr ein täglicher Verkehrsinfarkt auf der A555, in Köln-Rodenkirchen und an den Zufahrten zur Rodenkirchener Brücke. Bereits heute zählt dieser Bereich zu den am stärksten belasteten Verkehrsachsen der Region.
Die KSG erneuert deshalb ihre Forderung an die Autobahn GmbH, das Land Nordrhein-Westfalen und die zuständigen Verkehrsbehörden: Fern- und insbesondere Schwerlastverkehr ohne Ziel im Kölner Süden oder im Stadtbezirk Rodenkirchen müssen unverzüglich großräumig umgeleitet werden.
Es kann nicht akzeptiert werden, dass die Folgen jahrzehntelanger Infrastrukturversäumnisse einseitig auf den Kölner Süden abgewälzt werden. Die Rodenkirchener Brücke darf nicht zur Dauerumleitungsstrecke für den überregionalen Transitverkehr werden. Darüber hinaus fordert die KSG ein sofortiges regionales Verkehrskonzept für die Dauer der Sperrung sowie eine enge Abstimmung zwischen Köln, Bonn und den betroffenen Kreisen. Die heutige Vollsperrung zeigt deutlich: Die Warnungen der KSG waren berechtigt. Wer die Belastungen im Kölner Süden ernst nimmt, muss jetzt handeln. (Quelle: KSG-Pressemitteilung)
LeserReporter/in:Torsten Rüdiger Ilg aus Rodenkirchen |
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