Berufe Live
Vier mal zum Speeddating

Mit Spaghetti-Kreationen Produktionsabläufe erfassen - eine der Möglichkeiten, Einblicke in die BErufsausbildung in einem Unternehmen zu bekommen.  | Foto: HBGB
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  • Mit Spaghetti-Kreationen Produktionsabläufe erfassen - eine der Möglichkeiten, Einblicke in die BErufsausbildung in einem Unternehmen zu bekommen.
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Zum 3. Mal hatte die Heinrich-Böll-Gesamtschule Unternehmen und Betriebe der Region ein zum Speeddating „Berufe live“.

Merten (red). Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 erlebten einen Schulvormittag anderer Art: Sie hatten sich vorab mit dem Ausbildungs- und Studienangebot der teilnehmenden Unternehmen vertraut gemacht und sich vier Unternehmen ausgesucht. In vier 30-minütigen Durchgängen informierten die Ansprechpartner und Azubis die Jugendlichen in den Speedatings in kleineren Gruppen über ihre Karrierewege und -möglichkeiten. Einige Betriebe, wie die Backmanufaktur Nelles aus Sechtem, boten den Jugendlichen einen praktischen Zugang zum Berufsfeld: Unter Anleitung der Konditormeisterin Melanie Büchsler verzierten sie süße Berliner. Personalreferent und Assistent der Geschäftsleitung Donovan Kurenbach informierte die Schülerinnen und Schüler ganz nebenbei über die Ausbildungswege im Bäcker- und Konditoren- Handwerk.

Viele andere Unternehmen brachten Auszubildenden mit, ließen sie ihre täglichen Aufgaben vorstellen und beantworteten die Fragen der Jugendlichen auf Augenhöhe. Markt der MöglichkeitenDie große Pause zwischen den Durchgängen nutzten viele Schülerinnen und Schüler, um beim „Markt der Möglichkeiten“ mit Unternehmensvertretern wegen eines Praktikums oder einer Ausbildung ins Gespräch zu kommen. “Ich wusste gar nicht, dass die Bundeswehr auch Flugbegleiter einstellt“ freute sich die 14-jährige Lorena und überlegt, ihr nächstes Praktikum in einem Bundeswehr-Standort in der Nähe zu absolvieren.

Die Schule hatte bewusst einen bunten Strauß an Unternehmen und Betrieben eingeladen- so bunt wie ihre Gesamtschul-Schülerschaft, die am Ende der Sekundarstufe I alle Abschlüsse abbildet: vom erweiterten Hauptschulabschluss bis hin zum mittleren Schulabschluss plus der Möglichkeit, das Abitur zu absolvieren.

Schulleiter Klaus Hannak freute sich über die große Resonanz: „Wir sind gern kreativ, um unsere Schülerinnen und Schüler gut auf den Start in die Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten und bieten den Unternehmen diese Plattform, um ihre Praktikanten und Azubis von morgen kennen zu lernen! Das ist eine Win-Win-Situation, von der Alle profitieren“.

18 Unternehmen waren dabei- teilweise schon zum dritten Mal: neben der Backmanufaktur Nelles informierten Bauhaus Bornheim und Edeka über Einzelhandel und Logistik. Außerdem zeigten die Stadtwerke Bonn, die Bundeswehr, die Polizei Bonn, die Finanzverwaltung NRW, die Steuerberatung- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Böttges-Papendorf-Weiler & Burger und die Kreissparkasse Köln ihr Angebot. Für das medizinische Berufsfeld standen die St. Hubertus-Apotheke, Praxis für Zahnmedizin Dr. Haller aus Bornheim, die GFO-Kliniken Bonn für die Akutpflege und GFO-Klostergarten aus Merten für die Langzeitpflege zur Verfügung. Technisch Interessierte informierten sich bei Anlagen- oder Maschinenbauern, wie die Griesemann Gruppe aus Wesseling oder Summira Maschinenbau. MINT- begeisterten Schülerinnen und Schülern zeigten die Kautex Textron GmbH & Co KG aus Bonn-Duisdorf und die Lyondell Basell, wie man spannenden Chemieunterricht auch zum Beruf machen kann. Frischluft- und Gartenfans bot das Traditionsunternehmen Ley aus Meckenheim ein Schule anderer Art: ein ganzes Team an Experten für grüne Oasen an Parkflächen oder Straßen zeigte, wie spannend es sein kann, Gärtnerin oder Gärtner in einer Baumschule zu werden.

Berufspraxistage, wie „HBGB-Berufe live“ und Berufsfelderkundungen sind Teil des Konzeptes zur Studien- und Berufswahlorientierung der NRW-Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“, welche Schülerinnen und Schüler schon von Jahrgang 8 frühestmöglich an die Arbeitswelt heranführen möchte. Ziel ist, dass die Jugendlichen am Ende der 10. Klasse eine kompetente und interessengeleitete Berufswahlentscheidung treffen.

Redakteur/in:

Ulf-Stefan Dahmen

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