Stroke Unit Frechen rezertifiziert
Stroke Unit wurde
erneut rezertifiziert
- Chefarzt Dr. med. Tobias Zahalka (Bildmitte) kann auf ein großes engagiertes Team zählen. Dazu gehören auch Stroke Nurses, Pflegefachkräfte, die mit einer Sonderausbildung auf Schlaganfallpatienten spezialisiert sind.
- Foto: St.-Katharinen-Hospital
Die Deutsche Schlaganfallgesellschaft bestätigt die hohe Versorgungsqualität nach weiterer Erweiterung der Spezialstation am Frechener St. Katharinen Hospital.
Frechen (red). Die Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) der Klinik für Neurologie am St.-Katharinen-Hospital in Frechen ist erneut von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) zertifiziert worden. Nach einer weiteren Vergrößerung der Station vergab die Fachgesellschaft das Qualitätssiegel als regionale Stroke Unit und bestätigte damit die Versorgungsqualität der Einrichtung.
Die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Schlaganfällen, Hirnblutungen und vorübergehenden Hirndurchblutungsstörungen, die in Frechen behandelt werden, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Bereits zuvor hatte das Krankenhaus auf den wachsenden Bedarf reagiert und die Abteilung modernisiert und ausgebaut.
„Bereits in den Vorjahren hatte sich der zunehmende Bedarf an Versorgung für Schlaganfallpatienten abgezeichnet, so dass wir schon in den vergangenen Jahren mit einer Erneuerung und Erweiterung der Abteilung reagiert hatten“, erläutern Geschäftsführer Jakob Josef Schall und Chefarzt Dr. med. Tobias Zahalka.
Im Mai 2024 war die Stroke Unit vom fünften in den sechsten Stock des Krankenhauses auf eine renovierte Station umgezogen. Nach einer weiteren Erweiterung stehen seit Juli 2026 insgesamt 16 Monitoringplätze zur Verfügung. Die zusätzliche Vergrößerung war bei einer Vor-Ort-Rezertifizierung der Deutschen Schlaganfallgesellschaft im Januar 2026 als notwendig festgestellt worden. Die geforderten Maßnahmen wurden im Sommer abgeschlossen und die Zertifizierung nun erfolgreich erneuert.
Nach Angaben des Qualitätsberichts der Ärztekammer Nordrhein gehörte die Neurologie des Frechener St.-Katharinen-Hospitals im Jahr 2025 erneut zu den führenden Kliniken in Nordrhein bei der Behandlung von Schlaganfällen, Hirnblutungen und vorübergehenden Hirndurchblutungsstörungen.
Für die Diagnostik und Therapie stehen im Krankenhaus verschiedene moderne Verfahren zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem Computertomographie, CT-Angiographie, CT-Perfusion und Kernspintomographie. Verengungen hirnzuführender Blutgefäße können mithilfe von Doppler- und Duplexsonographie erkannt werden. Schluckstörungen werden in enger Zusammenarbeit von Logopäden und Ärzten durch spezielle videoskopische Verfahren untersucht.
Zur Akutbehandlung kommen unter anderem die sogenannte Lysetherapie sowie Katheterbehandlungen (Thrombektomie) zum Einsatz. Zum Behandlungsteam gehören außerdem spezialisierte Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Sozialarbeiter. Darüber hinaus arbeitet die Klinik für Neurologie mit dem Zentrum für erworbene neurologische Erkrankungen (ZenE) im Erftkreis zusammen, um die ambulante Weiterbehandlung zu verbessern.
Bei schweren Schlaganfällen erfolgt die Koordination der Behandlung innerhalb des Neurovaskulären Netzwerks Köln. In diesem zertifizierten Zusammenschluss neurologischer und neurochirurgischer Kliniken fungiert die Uniklinik Köln als neurovaskuläres Zentrum.
„Wir pflegen einen engen Austausch innerhalb unseres Netzwerks. Je nach Fallkonstellation erfolgt ein Katheter-Eingriff entweder im Zentrum in Köln oder aber durch die Kollegen der Uniklinik vor Ort bei uns im Frechener St.-Katharinen-Hospital“, sagt Dr. Zahalka.
Redakteur/in:Signe Mai Slomian aus Pulheim |