Wahllokal statt Online-Bubble
Nicht motzen, wählen!
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Ein Klick auf Facebook reicht und schon spülen einem Hass, Häme, Anfeindungen, Falschbehauptungen und unzureichend zuammengegoogeltes Halbwissen entgegen. In den sogenannten „Sozialen Netzwerken“ werden Politiker, Stadtverwaltungen und deren Mitarbeiter hart und nicht selten zu Unrecht kritisiert. Häufig ist der Grund für diese teils sogar justiziablen Anfeindungen das Gefühl einer gewissen Hilflosigkeit gegenüber „denen da oben“.
Dabei hat jeder Bürger einer Kommune die Möglichkeit, die Geschicke in seinem Wohnumfeld mitzugestalten. Unzureichender Grünschnitt, fehlende Einkaufsmöglichkeiten, die Verkehrsführung innerorts, Wohnungsnot, der Zustand von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden sind alles kommunale Angelegenheiten und diese werden von den politischen Vertretern in Stadt- und Gemeinderäten entschieden und von Stadtverwaltungen umgesetzt.
Wer also mit dem aktuellen Istzustand nicht zufrieden ist oder den eingeschlagenen Weg für gut und richtig hält, der kann die Zukunft seiner Gemeinde mit einem Wahlkreuz an der richtigen Stelle mitbestimmen.
Trotzdem nutzten bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren nur rund die Hälfte aller Wahlberechtigten ihre Chancen auf Mitbestimmung. In Kommunen wie Pulheim und Brühl waren es fast 60 Prozent, in Bergheim hingegen nur rund 47 Prozent, die zur Wahl gingen. Am Sonntag, 14. September, können Bürger ab 16 Jahren wieder mitbestimmen. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Und tatsächlich ist jede Stimme wichtig: „Weil andere entscheiden, wenn ich nicht wähle!“, erklärt das Landesamt für politische Bildung. Nichtwählen aus Protest funktioniert nicht!
Dann bleiben einem nur Hasskommentare auf Facebook und die bringen einem vielleicht ein paar Likes von Ähnlichgesinnten, aber ansonsten wirklich nichts.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |